{"id":208,"date":"2011-07-21T14:45:05","date_gmt":"2011-07-21T13:45:05","guid":{"rendered":"http:\/\/meinungsterror.de\/?p=208"},"modified":"2011-07-22T13:45:32","modified_gmt":"2011-07-22T12:45:32","slug":"2012-ende-der-welt-oder-nur-vom-legalen-waffenbesitz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/meinungsterror.de\/?p=208","title":{"rendered":"2012: Ende der Welt oder nur vom legalen Waffenbesitz?"},"content":{"rendered":"<p>Das kommende Jahr wird nicht nur f\u00c3\u00bcr <a href=\"http:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/weltuntergang-2012-fragen-und-antworten.php\">Esoteriker mit Weltuntergangssehnsucht<\/a> interessant.<\/p>\n<p>Am 26. April 2012 wird es genau zehn Jahre her sein, dass in Erfurt ein ehemaliger Sch\u00c3\u00bcler am Gutenberg-Gymnasium wild um sich schoss und 16 Menschen t\u00c3\u00b6tete, bevor er sich sein Lebenslicht endlich selbst ausknipste.<\/p>\n<p>Man muss kein Prophet sein um vorherzusehen, dass dieser traurige Jahrestag nicht nur zum stillen Gedenken an die Opfer genutzt wird. <\/p>\n<p>Waffenverbotsfanatiker werden die Gelegenheit nutzen, die Opfer wieder mal f\u00c3\u00bcr ihre Zwecke zu instrumentalisieren und das Medieninteresse rund um den &#8222;Zehnten&#8220; zur Selbstdarstellung und medialen Omnipr\u00c3\u00a4senz nutzen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEinen kleinen Vorgeschmack auf das, was da auf &#8222;uns&#8220; zukommt, gew\u00c3\u00a4hrt das Online-Zeitungsportal der <a href=\"http:\/\/www.otz.de\/startseite\/detail\/-\/specific\/Z81B7LA280557\">Zeitungsgruppe Th\u00c3\u00bcringen<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p> Horst Fulsche hatte in den ersten Jahren nach dem Massaker in unserer Zeitung zweimal im Interview seine Meinung ver\u00c3\u00b6ffentlicht. &#8222;Ich hatte das Gef\u00c3\u00bchl, dass Zeitung und Betroffene gemeinsam nach Antworten auf die Frage Warum? suchen&#8220;, sagt er. Die Antwort aber steht weiterhin aus. <\/p>\n<p>Der T\u00c3\u00a4ter hatte sich seinerzeit selbst gerichtet. Inwiefern er seine Tat &#8211; die offenbar gr\u00c3\u00bcndlich vorbereitet war &#8211; im Vollbesitz seiner geistigen Kr\u00c3\u00a4fte ver\u00c3\u00bcbte, blieb offen. Horst Fulsche erkl\u00c3\u00a4rt mit Blick auf Innenminister Friedrich: Wenn er die Mitarbeit der Sch\u00c3\u00bctzen bei der Durchsetzung der gesetzlichen Vorschriften zur Aufbewahrung von Schusswaffen anmahne, habe er &#8222;bestimmt Grund zu dieser Forderung. Mich w\u00c3\u00bcrde nach wie vor interessieren, warum ein demokratischer Staat privaten Besitz von Waffen, mit denen Menschen get\u00c3\u00b6tet werden k\u00c3\u00b6nnen, erlaubt?&#8220; <\/p><\/blockquote>\n<p>Bei allem Respekt, Herr Fulsche: Die \u00c3\u00a4ltesten Demokratien sind die USA und die Schweiz. Dort gab es  keine Diktaturen, keine Gestapo und keine Endl\u00c3\u00b6sung. Bewaffnete B\u00c3\u00bcrger sind keine Gefahr f\u00c3\u00bcr eine Demokratie, vielmehr ist eine Demokratie in Gefahr, die ihre B\u00c3\u00bcrger entwaffnet. Wer einem allm\u00c3\u00a4chtigen Staat mehr vertraut als den B\u00c3\u00bcrgern, der hat aus der deutschen Geschichte nichts gelernt.<\/p>\n<p>Auch die im Artikel genannte Tatsache, dass der T\u00c3\u00a4ter von Erfurt sein Plan lange vorbereitet hat, f\u00c3\u00bchrt die Forderung nach zentraler Waffenlagerung oder g\u00c3\u00a4nzlichen Besitzverboten ad absurdum. Wer sich \u00c3\u00bcber alle unsere Rechtsnormen hinwegsetzt und zum Massenmord nicht nur in der Theorie, sondern auch in der praktischen Umsetzung bereit ist, der schert sich schon gar nicht um waffenrechtliche Vorschriften oder gar Verbote. Sich \u00c3\u00bcber Verbote hinwegzusetzen, k\u00c3\u00b6nnte man nat\u00c3\u00bcrlich auch verbieten&#8230;<\/p>\n<blockquote><p>F\u00c3\u00bcr den Mann, der am 26. April 2002 seine Tochter verlor, stellt sich auch die Frage: Welcher Minister oder Abgeordnete hat Gesetzesvorlagen eingebracht, die die Aneignung und Aufbewahrung solcher Waffen durch Privatpersonen beziehungsweise in privaten Haushalten untersagt? Sicherheitskr\u00c3\u00a4fte haben strenge Vorschriften im Umgang und f\u00c3\u00bcr die Aufbewahrung von Dienstwaffen. Sportler, die f\u00c3\u00bcr ihren Sport Waffen benutzen, m\u00c3\u00bcssen diese &#8211; und erst recht weitere &#8211; nicht zwingend au\u00c3\u0178erhalb ihrer Trainings- und Wettkampfst\u00c3\u00a4tten privat verwahren. Sch\u00c3\u00bctzenverb\u00c3\u00a4nde k\u00c3\u00b6nnten zum Beispiel, wenn sie nicht selber f\u00c3\u00bcr sichere Waffenkammern sorgen k\u00c3\u00b6nnen &#8211; die der n\u00c3\u00a4chstgelegenen Polizeiinspektion nutzen&#8220;, so sein Vorschlag. <\/p><\/blockquote>\n<p>Nun, die Zeitungen sind voll von Vorschl\u00c3\u00a4gen von PolitikerInnen aller Couleur, die sich f\u00c3\u00bcr weitere Waffenrechtsversch\u00c3\u00a4rfungen bis hin zu Totalverboten ausgesprochen haben. Das es bisher &#8222;nur&#8220; zu weiteren Versch\u00c3\u00a4rfungen und Schikanen zu Lasten der Besitzer registrierter Waffen reichte liegt wohl daran, dass im Bundestag noch ein Rest von gesundem Menschenverstand vorhanden ist, der wenigstens den aberwitzigsten der irrationalen Verbotsfantasien eine Mehrheit verweigerte.<\/p>\n<p>Auch die Aussage zur den angeblich strengen Aufbewahrungsvorschriften f\u00c3\u00bcr Sicherheitskr\u00c3\u00a4fte offenbart das Fehlen jeglicher Sachkenntnis. Die Waffen von J\u00c3\u00a4gern oder Sportsch\u00c3\u00bctzen m\u00c3\u00bcssen in Beh\u00c3\u00a4ltnissen mit genau vorgeschriebenen Schutzklassen eingeschlossen werden &#8211; im Gegensatz zu Dienstwaffen von Polizei oder Milit\u00c3\u00a4r, f\u00c3\u00bcr die das Waffengesetz und die darin enthaltenen Aufbewahrungsvorschriften eben NICHT gelten.<\/p>\n<blockquote><p>Horst Fulsches Haltung ist ganz klar: &#8222;Keine Waffen in Privatbesitz! Meiner Meinung nach w\u00c3\u00a4re das ein wichtiger Beitrag zur Verminderung der Gefahr des Waffenmissbrauchs.&#8220; Mit dieser Meinung sei er nicht allein, betont der Mann, der hofft, nun eine neuerliche Debatte um ein angemessenes Waffenrecht ansto\u00c3\u0178en zu k\u00c3\u00b6nnen. <\/p><\/blockquote>\n<p>Waffenmissbrauch zu verhindern, ist ein ehrenwertes Ziel. Wenn man es schaffen w\u00c3\u00bcrde, die deliktrelevanten, illegalen Waffen aus dem Verkehr zu ziehen, k\u00c3\u00b6nnte man tats\u00c3\u00a4chlich etwas f\u00c3\u00bcr die &#8222;Innere Sicherheit&#8220; tun.<\/p>\n<p>Sich aber ausschlie\u00c3\u0178lich auf den kaum vorhandenen Missbrauch legal besessener Waffen zu fokussieren, ist wirkungsloser Aktionismus. Dieser Missbrauch k\u00c3\u00b6nnte man durch Verbote nat\u00c3\u00bcrlich auf null senken, weil die jeweiligen Besitzer eben so doof sind, sich ans Gesetz zu halten und ihre Schie\u00c3\u0178eisen anmelden. Nur deshalb wissen die Beh\u00c3\u00b6rden, wo sich die Dinger befinden. <\/p>\n<p>Der massenhafte Missbrauch unregistrierter Waffen wird von diesen Weltverbessereren gar nicht wahrgenommen. Irgendwie wie Kinder, die einer Gefahr dadurch entgehen wollen, in dem sie die Augen schlie\u00c3\u0178en und das, was ihnen Angst macht, einfach nicht sehen.<\/p>\n<p>Das Tragische ist aber: Je n\u00c3\u00a4her dieser 26. April 2012 r\u00c3\u00bcckt und je mehr wieder \u00c3\u00bcber Steinh\u00c3\u00a4user &#038; Co. berichtet wird, um so gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er wird die Gefahr, dass irgend ein Spinner auf die Idee kommt, seine Vorbilder nachzuahmen oder gar zu toppen. Je lauter gemahnt und gedacht wird, desto wahrscheinlicher wird der n\u00c3\u00a4chste Massenmord an einer Schule. Vielleicht wird das dann der Anlass sein, privaten Waffenbesitz noch weiter einzuschr\u00c3\u00a4nken oder tats\u00c3\u00a4chlich komplett zu verbieten und die Hoplophoben sind endlich am Ziel ihrer Tr\u00c3\u00a4ume.<\/p>\n<p>Welchen Aktionsmus dann der \u00c3\u00bcbern\u00c3\u00a4chste Amoklauf ausl\u00c3\u00b6st, dar\u00c3\u00bcber kann man heute nur spekulieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das kommende Jahr wird nicht nur f\u00c3\u00bcr Esoteriker mit Weltuntergangssehnsucht interessant. Am 26. 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