{"id":280,"date":"2012-02-01T23:25:37","date_gmt":"2012-02-01T22:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/meinungsterror.de\/?p=280"},"modified":"2012-02-01T23:25:37","modified_gmt":"2012-02-01T22:25:37","slug":"immer-diese-waffenfanatiker","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/meinungsterror.de\/?p=280","title":{"rendered":"Immer diese Waffenfanatiker!"},"content":{"rendered":"<p>Immer diese Waffenfanatiker:<\/p>\n<p>Hat doch tats\u00c3\u00a4chlich einer diesen \u00c3\u00bcblen, verachtenswerten Waffennarren es gewagt, den <a href=\"http:\/\/www.politblogger.eu\/werter-herr-p\/\">politblogger<\/a>  mit einer e-Mail zu bel\u00c3\u00a4stigen und seinen Unmut dar\u00c3\u00bcber zu \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ern, eben als &#8222;Waffenfanatiker&#8220; diffamiert zu werden.<\/p>\n<blockquote><p>Wir stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes und geben unser Bestes. Wir sind Steuerzahler und unbescholtene B\u00c3\u00bcrger. Ja! Wir sind Waffenbesitzer und wir benutzen diese Waffen f\u00c3\u00bcr den Schie\u00c3\u0178sport und die Jagd. M\u00c3\u00bcssen wir uns deshalb als \u00e2\u20ac\u02dcWaffenfanatiker\u00e2\u20ac\u2122 bezeichnen lassen?<\/p><\/blockquote>\n<p>Selbst schuld, die Frage am Ende h\u00c3\u00a4tte man sich sparen k\u00c3\u00b6nnen. &#8222;Wir&#8220; m\u00c3\u00bcssen uns nicht als &#8222;Waffenfanatiker&#8220; bezeichnen lassen, fertig. Punkt. So hat man dem &#8222;politblogger&#8220; nat\u00c3\u00bcrlich eine Vorlage auf dem Silbertablett serviert, die in einer Mischung aus \u00c3\u00bcberheblichem Oberlehrergemache, Selbstgerechtigkeit und der Anscheinserweckung, die Moral mit L\u00c3\u00b6ffeln gefressen zu haben, gekontert wird:<\/p>\n<blockquote><p>Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, Sie m\u00c3\u00bcssen. Genauso m\u00c3\u00bcssen Sie hinnehmen, dass ich in der der sinnbefreiten Jagd auf Lebewesen kein Zeichen des respektvollen Umgangs mit Tieren sehe \u00e2\u20ac\u201c eine Ansicht, die ich keineswegs exklusiv f\u00c3\u00bcr mich in Anspruch nehme.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bumms. Backpfeife links, Backpfeife rechts &#8211; so geht der zivilcouragierte, politbloggende Wutb\u00c3\u00bcrger mit Subjekten um, die nicht nur Waffen nicht verachten, sondern auch noch durch die sinnbefreite Jagd auf Lebewesen ihren mangelnden, respektvollen Umgang mit Tieren durchblicken lassen. <\/p>\n<p>Der respektvolle Umgang mit Tieren ist es n\u00c3\u00a4mlich, was den gutmenschelnden Politblogger (Oh mein Gott, er hat &#8222;Gutmensch&#8220; gesagt! Nazi-Alarm!!!) von jagenden Waffenfanatikern unterscheidet.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nVielleicht sollte man einfach mal die Probe aufs Exempel machen: Wenn ich mal wieder &#8211; ich Landei wohne inmitten von Feld, Wald und Wiesen &#8211; ein angefahrenes Reh im Mais entdecke, dann rufe ich nicht den Jagdp\u00c3\u00a4chter an. Das n\u00c3\u00a4chste Mal klingele ich den \u00c3\u00b6rtlichen Hochsitzans\u00c3\u00a4ger aus dem Bett, damit er das arme Gesch\u00c3\u00b6pf durch respektvollen Umgang von seinem Leid erl\u00c3\u00b6sen kann. Vielleicht funktioniert ja respektvolles totlabern.<\/p>\n<p>Aber es gab ja noch mehr Anlass f\u00c3\u00bcr eine Moralpredigt:<\/p>\n<blockquote><p>Weshalb werden wir stigmatisiert? Warum erfolgt eine Hetze auf uns? Weil offenbar geistig verwirrte Einzelt\u00c3\u00a4ter h\u00c3\u00b6chst bedauerliche Massenmorde in Schulen begingen und dabei Menschneleben ausl\u00c3\u00b6schten? Was hat das bittesch\u00c3\u00b6n mit Hunderttausenden legaler Waffenbesitzer zu tun?<\/p><\/blockquote>\n<p>Schon wieder Fragen statt schlichte Feststellungen und nat\u00c3\u00bcrlich folgt wieder die obligatorische Belehrung:<\/p>\n<blockquote><p>Die Waffenlobby \u00e2\u20ac\u201c auch der von mir scharf kritisierte Verein prolegal \u00e2\u20ac\u201c will die \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst m\u00c3\u00bchsam erreichten Fortschritte im Waffenrecht wieder r\u00c3\u00bcckg\u00c3\u00a4ngig machen. Man sieht sich zudem ausschlie\u00c3\u0178lich als Opfer (!) einer Kampagne. Ein Problembewusstsein fehlt also v\u00c3\u00b6llig. Wie k\u00c3\u00b6nnen Sie da eigentlich erwarten, mit Samthandschuhen angefasst zu werden?<\/p><\/blockquote>\n<p>Welche Fortschritte der politblogger jetzt meint, muss er wohl schuldig bleiben. Etwa, dass man heute wegen des F\u00c3\u00bchrens eines Klappmessers oder einer Erbsenpistole ein Fall f\u00c3\u00bcr den Staatsanwalt wird? Oder dass man 16-J\u00c3\u00a4hrigen die geistige Reife zuspricht, um sie w\u00c3\u00a4hlen zu lassen, aber ihnen gleichzeitig verbietet, mit einer Schusswaffe gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er Kaliber .22 lfB zu schie\u00c3\u0178en? Oder meint er den &#8222;Fortschritt&#8220;, dass die ohnehin einer st\u00c3\u00a4ndigen \u00c3\u0153berpr\u00c3\u00bcfung bez\u00c3\u00bcglich ihrer &#8222;Zuverl\u00c3\u00a4ssigkeit&#8220; und &#8222;pers\u00c3\u00b6nlichen Eignung&#8220; unterzogenen Besitzer registrierter Waffen vom Gesetzgeber schlechter behandelt werden, als Schwerverbrecher?  Eine Waffengesetzgebung, die sich immer mehr dem Waffengesetz der DDR anpasst &#8211; ist das der gro\u00c3\u0178e &#8222;Fortschritt&#8220;?<\/p>\n<p>Und man sieht sich gar als Opfer, das geht ja gar nicht. Opfer ist, wer die rechte Gesinnung hat. T\u00c3\u00a4ter ist, wem man eine rechte Gesinnung irgendwie unterstellen kann. Die Entscheidungshoheit dar\u00c3\u00bcber liegt selbstverst\u00c3\u00a4ndlich bei Leuten wie dem politblogger. Sie entscheiden, was &#8222;richtig&#8220; und &#8222;falsch&#8220;, was &#8222;recht&#8220; und was &#8222;rechts&#8220; ist. <\/p>\n<p>Doch l\u00c3\u00a4sst man sich auf Waffennarrenseite nicht nur zu der Unversch\u00c3\u00a4mtheit hinrei\u00c3\u0178en, sich bei der &#8222;F\u00c3\u00bclle&#8220; an sch\u00c3\u00bctzen- bzw. waffenfreundlichen Artikeln und Beitr\u00c3\u00a4gen in Presse, Funk und Fernsehen als &#8222;Opfer&#8220; darzustellen &#8211; nein: Auch das Problembewusstsein fehlt!<\/p>\n<p>Sch\u00c3\u00a4men sollen sie sich, diese Sportmordsch\u00c3\u00bctzen und J\u00c3\u00a4ger! Das wei\u00c3\u0178 doch jedes Kind, dass man nur diese Amokl\u00c3\u00a4ufer in spe entwaffnen muss und schon wird der Himmel blauer, das Gras gr\u00c3\u00bcner, der Euro stabiler. Und die Opfer von T\u00c3\u00b6tungsdelikten sterben dann vermutlich mit einem L\u00c3\u00a4cheln im Gesicht. Aus der 99,x-prozentigen Wahrscheinlichkeit, NICHT durch das Tatmittel &#8222;legal besessene Schusswaffe&#8220; gemeuchelt zu werden, ist dann eine hundert prozentige geworden. Wenn das kein Grund zur Freude ist!<\/p>\n<p>Da fehlt wirklich jegliches Problembewusstsein, wenn man partout nicht einsieht, dass das Tatmittel gef\u00c3\u00a4lligst schuld an der Tat zu sein hat und nicht der T\u00c3\u00a4ter.<\/p>\n<p>Aber zur\u00c3\u00bcck zum Leserbriefschreiber, der nun den ehemaligen Bundespr\u00c3\u00a4sidenten Gustav Heinemann (sinngem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178) zitierte:<\/p>\n<blockquote><p> [&#8230;] und Gustav Heinemann sagte man erkenne eine freiheitliche demokartie an ihrem Waffengesetz.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das l\u00c3\u00a4sst der &#8222;politblogger&#8220; selbstverst\u00c3\u00a4ndlich nicht gelten. Denn:<\/p>\n<blockquote><p>Auch an und f\u00c3\u00bcr sich kluge Menschen sind nicht davor gefeit, ab und zu Bockmist aus sich herausblubbern zu lassen. Wer allen Ernstes behauptet, dass man den Wert einer Demokratie an deren Waffenrecht ablesen kann, hat in dieser Hinsicht schlicht und einfach nicht mehr alle Tauben auf dem Balkon.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wirklich? Welche Musterdemokratien mit restriktiven Waffengesetzen fallen uns denn spontan ein? <\/p>\n<p>Nordkorea? DDR? Kuba? China? Syrien? Ach halt, die haben\/hatten zwar \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst restriktive Waffengesetze, sind aber wohl doch keine so richtig demokratischen Demokratien. Schauen wir mal weiter: Frankreich? \u00c3\u2013sterreich? Tschechische Republik? Italien? Finnland? Norwegen? Kanada? Kann man vergessen, sind zwar Demokratien, aber schlechte, da relativ liberale Waffengesetze. <\/p>\n<p>Und erst die Schweiz. Und die USA&#8230; oooh, die USA! Schtonk! Dass das obermiese &#8222;Demokratien&#8220; sind, muss doch jedem einleuchten, bei diesen bis an die Z\u00c3\u00a4hne bewaffneten Gesellschaften mit B\u00c3\u00bcrgern, die Waffenbesitz sogar als Recht ansehen und nicht als besonderes Privileg, welches einem von der Obrigkeit unter strengen Auflagen gn\u00c3\u00a4digerweise zugestanden wird. Das sind keine Vorbilder. <\/p>\n<p>Bleibt nur noch England. Demokratie und scharfe Waffengesetze. Ganz nach dem Geschmack der Weltverbesserer. Da st\u00c3\u00b6rt es auch nicht, dass in den Metropolen des Vereinigten K\u00c3\u00b6nigreichs die Gewalt- bzw. Schusswaffenkriminalit\u00c3\u00a4t so ausgeufert ist, dass man mittlerweile die real existierenden &#8222;englischen Verh\u00c3\u00a4ltnisse&#8220; beschreibt, wenn man \u00c3\u00bcber &#8222;amerikanische Verh\u00c3\u00a4ltnisse&#8220; schwadroniert. Fr\u00c3\u00bcher durften die Briten Waffen besitzen und den Bobbies reichte eine Trillerpfeie. Heute hat man die Rechtstreuen auf der Insel entwaffnet, daf\u00c3\u00bcr tr\u00c3\u00a4gt der Schutzmann nun schusssichere Weste und Maschinenpistole. Was f\u00c3\u00bcr ein Fortschritt. Wahrlich ein leuchtendes Vorbild&#8230; <\/p>\n<blockquote><p>Das man sich nun von Seiten der Legalwaffenbesitzer einer ungerechtfertigten Kampagne ausgesetzt sieht \u00e2\u20ac\u201c gerade entfacht z.B. von Frau Roth \u00e2\u20ac\u201c und dass man hier etwas aufschnappte, von dem man ausging, dass es korrekt ist \u00e2\u20ac\u201c und es dann auch verwendete, das m\u00c3\u00b6gen Sie vielleicht verstehen!<\/p><\/blockquote>\n<p>Nein, das versteht er nicht. In Deutschland und speziell bei den Rotgr\u00c3\u00bcnlinken wird und wurde schon immer mit zweierlei Ma\u00c3\u0178 gemessen. Der Ma\u00c3\u0178stab, der an die eigene Bagage angelegt wird, ist \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst gro\u00c3\u0178z\u00c3\u00bcgig gew\u00c3\u00a4hlt und die Markierungen liegen ziemlich weit auseinander. Beim Rest der Welt ist der Millimeter das Ma\u00c3\u0178 der Dinge. Folglich d\u00c3\u00bcrfen die &#8222;Gr\u00c3\u00bcnen&#8220; zwar ungestraft die dreistesten L\u00c3\u00bcgen erz\u00c3\u00a4hlen. Aber wehe, es geht in die andere Richtung. Dann ist Polen offen und die Emp\u00c3\u00b6rungsmaschinerie l\u00c3\u00a4uft auf vollen Touren. Oder wie der politblogger es ausdr\u00c3\u00bcckt:<\/p>\n<blockquote><p>So ist das also: Wer anderer Meinung ist, den darf man nach Herzenslust mit frei erfunden Geschichten diskreditieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Selbst wenn diese Geschichte tats\u00c3\u00a4chlich &#8222;frei erfunden&#8220; ist, dann ist es EINE EINZIGE und keine aus einer Reihe, wie es die Wortwahl der &#8222;frei erfundenen Geschichten&#8220; anklingen l\u00c3\u00a4sst. <\/p>\n<p>Es ist kein Ruhmesblatt f\u00c3\u00bcr die &#8222;Waffenlobby&#8220;, wenn man einer prominenten Bundespolitikerin derart nassforsch etwas unterstellt, was man nicht durch Beweise untermauern kann. Das steht au\u00c3\u0178er Frage und das wie und warum wird auch innerhalb der &#8222;Waffenlobby&#8220; offen und selbstkritisch diskutiert.<\/p>\n<p>Aber das geifernde Wutgeheul ausgerechnet derer, die seit Jahren keine Gelegenheit auslassen, dem legalen Waffenbesitz durch zusammengelogene Opferzahlen ein v\u00c3\u00b6llig \u00c3\u00bcberzogenes und realit\u00c3\u00a4tsfernes Bedrohungsszenario anzudichten und dadurch die B\u00c3\u00bcrger zu verunsichern, ist an Scheinheiligkeit nicht zu \u00c3\u00bcberbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer diese Waffenfanatiker: Hat doch tats\u00c3\u00a4chlich einer diesen \u00c3\u00bcblen, verachtenswerten Waffennarren es gewagt, den politblogger mit einer e-Mail zu bel\u00c3\u00a4stigen und seinen Unmut dar\u00c3\u00bcber zu \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ern, eben als &#8222;Waffenfanatiker&#8220; diffamiert zu werden. Wir stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes und geben unser Bestes. 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