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Das aktuelle Zitat:

"Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann."

Wiglaf Droste

 


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(ab 2011/01/27)

Heine

Heinrich Heine

Heinrich Heine

Heinrich Heine ist mein Held.

Vor knapp 160 Jahren schrieb Heinrich Heine das Gedicht, welches einem leider deutlich vor Augen führt, dass sich die politischen und gesellschaftlichen Zustände in Deutschland seither nicht wesentlich geändert haben. Vielleicht sind wir oberflächlich „bunter“ oder „toleranter“ und alles ist entweder „ganzheitlich“ oder „nachhaltig“. Unter der bunten, toleranten Fassade ist aber alles beim Alten:

Unbeirrte Staatsgläubigkeit, ausgeprägte Untertanenmentalität und ein naives, unerschütterliches Vertrauen in die Obrigkeit. Dazu noch kein geringerer Anspruch, als die ganze Welt retten und diese vor ihren uneinsichtigen Bewohnern schützen zu müssen.

Das Ganze kurz zusammengefasst in acht Verse. Hier ist sie, die

Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen

Wir Bürgermeister und Senat,
Wir haben folgendes Mandat
Stadtväterlichst an alle Klassen
Der treuen Bürgerschaft erlassen.

Ausländer, Fremde, sind es meist,
Die unter uns gesät den Geist
Der Rebellion. Dergleichen Sünder,
Gottlob! sind selten Landeskinder.

Auch Gottesleugner sind es meist;
Wer sich von seinem Gotte reißt,
Wird endlich auch abtrünnig werden
Von seinen irdischen Behörden.

Der Obrigkeit gehorchen, ist
Die erste Pflicht für Jud und Christ.
Es schließe jeder seine Bude
Sobald es dunkelt, Christ und Jude.

Wo ihrer drei beisammen stehn,
Da soll man auseinander gehn.
Des Nachts soll niemand auf den Gassen
Sich ohne Leuchte sehen lassen.

Es liefre seine Waffen aus
Ein jeder in dem Gildenhaus;
Auch Munition von jeder Sorte
Wird deponiert am selben Orte.

Wer auf der Straße räsoniert,
Wird unverzüglich füsiliert;
Das Räsonieren durch Gebärden
Soll gleichfalls hart bestrafet werden.

Vertrauet Eurem Magistrat,
Der fromm und liebend schützt den Staat
Durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

Ähnlichkeiten mit real existierenden Verbots-, Überwachungs- und anderer staatlichen Allmachtsfantasien sind natürlich rein zufällig und *hüstel* absolut ungewollt. Von Vorratsdatenspeicherung, Forderungen nach zentraler Waffenaufbewahrung, gesinnungsabhängiger Zugestehung von Grundrechten oder gar alternativloser Politik konnte Heinrich Heine schließlich damals noch nichts wissen…

Hier folgen in loser Reihenfolge nach und nach noch ein paar Zitate und Verse, die einem den Alltag versüßen:

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
„Deutschland. Ein Wintermärchen. Caput I“

Augen gab uns Gott ein Paar,
Daß wir schauen rein und klar;
Um zu glauben, was wir lesen.
Wär ein Auge gnug gewesen.
„Zur Teleologie“

– wird fortgesetzt –