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Vom hl. St. Florian und Bier

Von Benedikt Krainz | 22.Februar 2008

Auch wenn momentan Ruhe an der “Killerspiel”-Verbotsfront ist, greife ich dieses Thema dennoch auf.

Wer erinnert sich nicht an die Vorschläge z. B. aus Bayern, “Killerspiele” zu verbieten. Die Zocker von Counterstrike & Co. haben sich natürlich dagegen gewehrt, schließlich wird man nicht zum Mörder, weil man in seiner Freizeit mit der Maus auf animierte und texturierte virtuelle Pixelgegner “schießt”.

Problematisch wird es aber, wenn die Gamerszene sich damit verteidigt, dass man Sportschützen den schwarzen Peter zuschieben will, da ja die mit echten Waffen umherballern, während die Freunde von Bits und Bytes nur mit computergeniertem Gerät hantieren. Echte Waffen sind ja viel schlimmer, die gehören verboten, so oftmals der Tenor.

Genau hier liegt das Problem: Statt dass sich die Anhänger der verschiedenen politsch missliebigen Hobbies wie Schützen, Killerspieler, Hundehalter, Raucher, Motorsportler usw. gegenseitig unterstüzten und gemeinsam gegen Verbotspolitiker aufstehen, versucht man, das eigene Hobby zu retten, indem man andere in Frage stellt.

Genau wegen diesem Sankt-Florians-Prinzip lassen sich dann ideologisch motivierte Verbote durchsetzen, die auf keinerlei nachvollziehbaren Fakten fußen.

Und Verbote werden selbstverständlich auch nur für Dinge gefordert, die der Verbietende selbst nicht braucht und die eigenen Bedürfnisse werden zum allgemein gültigen Maßstab für alle erklärt.

Zweifelsohne gibt es jedes Jahr in Bayern mehr Tote und Schwerverletzte durch übermäßigen Bierkonsum, als durch sämtliche Killerspiele, Kampfhunde oder Sportschützen in hundert Jahren.
Trotzdem käme kein bayerischer Politiker auf die Idee, Bier zu verbieten. Denn das würde ihn ja selbst betreffen.

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Topics: Allgemein | 6 Kommentare »

6 Kommentare to “Vom hl. St. Florian und Bier”

  1. hab' ich meint:
    22.Februar 2008 at 13:56

    Ein Vergleich mit Nachbarländern tut gut: Polen hat wahrscheinlich noch mehr Einschränkungen zum Waffenführen als Deutschland, einzige Ausnahme sind die Luftgewehre. Die Folge? Das Gesetz wurde so verkompliziert, daß es kaum jemand überblickt. Und wie es dort so üblich ist (ich muß es wissen, bin selber Pole) hält sich sowieso kein Schwein daran, nach dem Motto “alle können sie nicht einsperren”. Bei solcher Gesetzausscheidung, pardon Gesetzgebung, wird das über kurz oder lang auch in Deutschland passieren.

  2. Thomas meint:
    23.Februar 2008 at 20:17

    Schließe mich dem an,

    wir wandern in richtig Italienische Verhältnisse……. alles Verboten, nur hält sich keiner dran. Russland ist auch ein gutes Beispiel, dort gibt es ein Sprichwort: “Moskau ist weit weg”.

    Sieht man auch an dem jetzigen Messerverbot. Da ich die Verbote kenne, werd ich mich halt daran halten…….. wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umhöre (btw, alles keine Kriminelle) hat keiner Lust sich das zum einen durchzulesen geschweige denn dem zu folgen. Zitat: Klar, ich werd jetzt mein Teppichmesser daheimlassen, bin in den letzten 10 Jahren nicht einmal durchsucht worden, was soll denn bitteschön passieren.

    Gruß,

    Thomas

  3. Geier Markus meint:
    24.Februar 2008 at 17:32

    Ich bin Softairspieler, “Killerspiele”-Spieler und angehender Jäger (Revier des Vaters wird übernommen), ich bin also in den drei Lagern zu Hause die am meisten gehaßt werden und sich leider auch immer gegenseitig fertig machen.
    Es ist immer traurig zu sehen wie Anhänger eines meiner Hobbys versuchen ein anderes meiner Hobbys als Sündenbock hinzustellen, ist ja auch klar, (Clicheemodus AN): Jäger = Alter weißhaariger Sack der nur ballern will und sich an Trophäen (Scheiß Rechtschreibung) aufgeilt, PC-Zocker = Picklige fette Stubenhocker mit extremer Koffeinsucht und Sonnenallergie und Softairspieler = Waffengeile Kriegsfanatiker die zu feige und/oder fanatisch für einen echten Krieg sind. (Clicheemodus AUS)
    Versucht mal diese drei Lager mit absolut verschiedenen Interessen an einen Tisch zu bekommen.
    Übrigens ist in Italien nicht alles verboten, Softair ist eine anerkannte Sportart, allerdings muß die Gun mit Neonfarben gekennzeichnet werden um Verwechslungen zu vermeiden und max. 1 Joule Bewegungsenergie.

  4. Airwolf meint:
    27.Oktober 2009 at 13:04

    Hallo Zusammen !

    Geier Markus hat Recht.

    Man sollte so eine art Superlobby für Computerspieler,
    legale Waffenbesitzer und -sammler,
    sowie Softairwaffenbesitzer etc. bilden.

    Quasi als “think tank”, also als Kampagnenvereinigung
    gegen Verbote von Pseudo-Killerspiele und gegen
    Waffenrechtsverschärfungen, über den Tellerrand und
    aller Hobbygrenzen hinweg.

    Dieser Dachverband könnte z.b. “Pro Freizeit” heißen.

    In diesem Dachverband würden vertreten sein:
    Alle Sportschützenverbände, die Historischen Waffensammler,
    die Besitzer von Gas- und Schreckschußwaffen (auch Sammler),
    die Besitzer von Softairwaffen ( auch Sammler ),
    Messersammler, die Besitzer von Blankwaffen,
    die Besitzer von Bogen und Armbrüsten, die Militariasammler,
    und natürlich die Computerspieler.

    Das wären gut und gerne mind. 10 Mio. wahlberechtigte.

    In meiner Aufklärungsarbeit in meiner Freizeit versuche ich
    den normalverdummten Bundesbürger aufmersam zumachen,
    das wenn Er z.B. SPD,Grüne oder die Linke etc. wählt,
    sich selbst entwaffnet und Bürgerrechte einschränkt oder gar
    mitabschaffen tut.
    In prinzip ist jeder Bundesbürger ein waffenbesitzer,
    hat zum Beispiel ein Taschenmesser etc. , denn jedes Ding
    könnte man als Waffe einsetzen.

    Am meisten profitiert der normalverdummte Bundesbürger
    von den “freien Waffen” wie z.B. Elektroschocker, CS-Gasspray etc.

    Und die Salami-Taktik der weltweiten Waffengegnern ist bekannt.

  5. #Video: Marc über die deutsche “Waffenlobby” – German Rifle Association meint:
    5.Mai 2017 at 11:47

    […] er in Vielem Recht hat, zeigt uns dieser Beitrag aus dem Jahr 2008: Vom hl. St. Florian und Bier http://meinungsterror.de/?p=34 – wie auch die Ausarbeitung von Katja aus dem Jahr 2011: […]

  6. Pat meint:
    5.Mai 2017 at 12:27

    Bald 10 Jahre alt, aber die Lage ist heute genauso wie damals…und wird sie auch immer sein. Uneinigkeit begleitet uns, in unserer Geschichte, seit Arminius. Jeder sieht nur seinen kleinen Teller und ist unfähig darüber hinaus zu denken. Wenn ich dabei mitmache, die anderen fertig zu machen, lässt man mich vielleicht in Ruhe? Keine Ahnung woran dieser begrenzte Horizont liegt.

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