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Grüne Waffenexpertise als Leitbild: Kriegswaffenähnliche Gewehre

Von Benedikt Krainz | 25.März 2019

Man könnte meinen, dass ganze Heerscharen von Terror- und Schusswaffen”experten” in Redaktionsstuben und Parteizentralen nur darauf gewartet haben, dass “endlich” ein Anschlag wie in Christchurch geschieht. Die Terrorattacken von Nizza, Berlin, Stockholm, London oder Manchester hatten alle einen Schönheitsfehler. Die verwendeten Tatmittel “Kraftfahrzeug” oder “Sprengstoff” konnten nicht dazu genutzt werden, den Kreuzzug gegen legal besessene Schusswaffen neu zu befeuern. Da kam Christchurch gerade recht, um Nizza & Co. vergessen zu lassen und wieder gegen “kriegswaffenähnliche” Gewehre zu agitieren, die hierzulande, Skandal aber auch, noch nicht verboten sind.

So stellt Redakteur Andreas Baumer auf “Businessinsider” die wohl rhetorisch gemeinte Frage:

Hierzulande sind nur Kriegswaffen, Maschinengewehre etwa, generell verboten, nicht aber halbautomatische Waffen wie das beim Christchurch-Angriff verwendete AR-15-Gewehr. Warum eigentlich?

Nun, würde sich Herr Baumer bei seinen Recherchen an die Fakten der Polizeilichen Kriminalstatistik oder dem Bundeslagebild Waffenkriminalität halten, wäre sein Artikel schnell beendet. Und zwar mit der schlichten Feststellung, dass legal besessene Schusswaffen, insbesondere Langwaffen, deliktisch nahezu irrelevant sind.

Aber Fakten interessieren nicht und stören eher. Stattdessen bemüht man die bekannten Hirnfürze der Grünen, die, ganz “Bürerrechtspartei”, nichts unversucht lassen, um gewohnt faktenbefreit gegen Waffenbesitzer zu hetzen.

Auch diesmal, nach dem Anschlag in Neuseeland, fordern zumindest die Grünen erneut in Deutschland ein strengeres Waffenrecht. Die Entschlossenheit der neuseeländischen Regierung müsse sich die Bundesregierung „zum Vorbild nehmen“ und ihre Blockadehaltung beim Waffenrecht aufgeben, erklärten Irene Mihalic, Grünen-Sprecherin im Ausschuss für Inneres und Heimat, und Fraktionsvize Konstantin von Notz in einer Pressemitteilung. Konkret fordern sie, insbesondere die Verfügbarkeit von „Waffen, die leicht zu automatischen Waffen umgebaut werden können und deshalb geeignet sind, in kurzer Zeit viele Menschen zu töten“, erheblich einzuschränken.


Vielleicht sollte Herr Baumer einfach mal beim BKA nachfragen, wie “leicht” sich ein per Festellungsbescheid fürs sportliche Schießen freigegebener Halbautomat zur automatischen Waffen umbauen lässt, statt sich auf grüne Expertise zu verlassen.

Wie oberflächlich man sich mit der Materie beschäftigt hat, zeigt eine andere Passage. Wohlgemerkt, es geht im Artikel um “kriegswaffenähnliche” Gewehre, speziell das auch in Christchurch verwendete AR-15:

Der Schützensport gehört nach wie vor zu den populärsten Sportarten in der Republik. Jeder Versuch, Schusswaffen noch schwerer zugänglich zu machen, wird in der Branche mindestens misstrauisch beäugt. Eine Anfrage von Business Insider für diesen Artikel ließ der Deutsche Schützenbund vorerst unbeantwortet.

Welche Anfrage soll denn der DSB beantworten? Etwa eine Stellungnahme zu Selbstladegewehren, für die es in der DSB-Sportordnung überhaupt keine Disziplin gibt? Warum fragt man nicht bei BDS, BDMP oder DSU nach? Ob die antworten wollen, steht auf einem anderen Blatt, aber immerhin wäre erkennbar gewesen, dass man sich zumindest mit grundlegenden Strukturen des Schießsports befasst hat.

Zum Ende seines Artikels bedauert Andreas Baumer:

Im Frühjahr 2017 beantragte die Grünen-Fraktion, das Waffenrecht zu reformieren. Nach dem Willen der Partei sollte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, der „regelmäßige qualifizierte Eignungs- und Zuverlässigkeitsprüfungen und entsprechende Kontrollen des privaten Waffen- und Munitionsbestands einschließlich deren Lagerung vorsieht“ und „die besondere Missbrauchsgefahr angemessen berücksichtigt, die aus der gleichzeitigen Verfügbarkeit von schussfähigen Waffen und Munition in Privathaushalten resultiert.“ Das Parlament lehnte den Antrag ab. Mit Stimmen von Union und SPD. Gegen die Stimmen von Grünen und Linken. Seitdem haben sich die Verhältnisse im Bundestag deutlich verschoben. Zuungunsten derer, die ein schärferes Waffenrecht fordern. Das dürfte sich auch nach Christchurch nicht geändert haben.

Auch hier wird grüne Anti-Sportschützen-Hetze völlig unkritisch und ohne jedes hinterfragen der Unterstellungen der Verbotspartei verbreitet. Auch hier ist es dem Herrn Baumer völlig entgangen, dass die nächste Waffenrechtsverschärfung kurz bevor steht. Dass als Antwort auf die Massaker von Paris und Brüssel, begangen von fanatischen Islamisten mit illegalen Kriegswaffen, nicht etwa der langwierige und schwierige Kampf gegen Waffenschieber intensiviert wird.

Sondern dass ausgerechnet die Reglementierung von Nachbauten historischer Vorderladerwaffen (!!!) als probates Mittel im Kampf gegen Terroristen verkauft wird. Dass wieder einmal unbescholtene Bürger für die Gewalttaten von Terroristen und Politikversagen büßen sollen.

Wäre dieser offensichtliche Unsinn nicht eine Story, für die sich ein Journalist interessieren sollte? Wäre das nicht ein Grund, mal den dafür politisch Verantwortlichen auf den Zahn zu fühlen, welche Auswirkungen denn so eine absurde und völlig realitätsferne Maßnahme im Kampf gegen Terroristen entfalten soll?

Schön wär’s. Statt unbequeme Fragen zu stellen und dort hin zu gehen, wo es vielleicht weh tut, folgt man lieber den ausgetretenen Pfaden grüner Demagogen und schreibt, was alle anderen auch so oder so ähnlich schreiben.

So lange Journalisten so bequem sind, so lange wird journalismusähnliche Massenware richtigen Quallitätsjournalismus verdrängen.

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Topics: Medien, Terror | 5 Kommentare »

5 Kommentare to “Grüne Waffenexpertise als Leitbild: Kriegswaffenähnliche Gewehre”

  1. Karl Müller meint:
    26.März 2019 at 05:33

    Bizarrer Mist, vom üblichen Kaliber. Das eine Flinte auch Tatmittel war wird offenkundig bewusst übersehen…

  2. Jürgen L. aus B. meint:
    26.März 2019 at 15:18

    Lasst mir meine Vorderschaftrepetierflinte!
    Dafür musste ich mir einen PKW leihen,3 Stunden lang über 300 Km fahren, Spritgeld ausgeben und Zeit am Wochenende einplanen und dann eine Landesmeisterschaft schiessen!
    Ausserdem ein Bedürfnis(15€)beantragen. Kosten für Briefmarken ausgeben,3 Wochen warten und dann nochmal Verwaltungsgebühren in Höhe von fast 100€ hinlegen um das Ding endlich bei mir im Schrank stehen zu haben! Was für ein Aufwand für 1 Gewehr!
    In den USA wäre ich in den Supermarkt gefahren und hätte die Knarre ohne Zoll, Transportkosten und überhöhte Steuern und dazu noch Beschusskosten beim Kasten Wasser kaufen mit Vorlage des Persos für 200€ billiger als hier in Deutschland gleich mitgenommen!

  3. Roland Kümmerling meint:
    27.März 2019 at 15:44

    Über den Schwachsinn, den die Grünen in puncto Halbautomaten absondern, möchte ich mich gar nicht äußern; ist deren Fachwissen auf dem Gebiet doch auf einer Ebene mit ihrem allgemeinen (Aus)Bildungsstand.
    Aber mal ganz allgemein zur EU-Waffenrichtlinie:
    Dass einschüssige Vorderlader, mit denen seit mindestens 150 Jahren weder ein Attentat, noch gar ein Massaker verübt wurden, zur “Eindämmung von Kriminalität und Terrorismus” jetzt registrierungspflichtig werden, zeugt a) davon, für wie dämlich das Volk mittlerweile gehalten wird, und b) davon, welche Scheißangst “unsere” Regierung offensichtlich vor dem Volk hat. Dass die Kosten für diese schwachsinnige Registrierung NATÜRLICH der Waffenbesitzer zu tragen hat, ist die nächste Sauerei in dieser Angelegenheit.

  4. Karl Müller meint:
    28.März 2019 at 08:34

    Ja, irgendwie hat die EU und haben auch die maßgeblichen Betreiber FR und DE die maske fallen gelassen.
    Es geht um Kontrolle und Kriminalisierung, wobei offenkundig die technische Expertise keine großé Rolle eingenommen hat. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt an dem Magazine aus dem 3-d Druck eine brauchbare Qualität bekommen haben, die Anleitungen zum Löten, Schweißen oder Kleben samt Vorlagen im Netz kursieren und letztlich bei folgerichtiger Anwendung jedes bessere Wasserrohr meldepflichtig werden müsste. Schließlich sind die Bauanleitungen für Ziehwerkzeuge aus Holz seit ca. 100 Jahren virulent.
    Es stimmt, da sollen Kosten für den Legalbesitz kreiert werden um diesen zu verleiden, ein tatsächlicher Sicherheitsgewinn steht nicht zu erwarten. Nur ein paar naive Staatsgläubige und technikferne Grüne können diesen sinnfreien Normenwust begrüßen.

  5. Uwe meint:
    1.April 2019 at 10:04

    Man sollte doch tatsächlich auf die Straße gehen! Ob Tausende legale Waffenbesitzer die friedlich Demonstrieren bei unseren Volksvertretern, die Vernunft wieder einschalten können. Oder können legale Waffenbesitzer gar nicht demonstrieren, wird man dadurch, dass man sich für den legalen Besitz von Waffen öffentlich einsetzt, im Sinne des Waffengesetzes unzuverlässig? Und kann nur knurrend hoffen, dass die mit betroffenen Verbände im Sinne aller Waffenbesitzer ohne die bisherigen Klientelstreitigkeiten wirkungsvoll auf die Politik einwirken können?

Kommentare