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Kinder retten durch Geburtenverbot

Von Benedikt Krainz | 30.Mai 2011

Was sagen eigentlich die Weltverbesserungsexperten vom AAW über Grafe bis hin zu den “Grünen” dazu, dass in 2010 183 Kinder in Deutschland ermordet wurden?

Natürlich das Gleiche, was sie immer sagen, wenn es um die Opfer geht, die eben das Pech hatten, nicht bei einem genau so seltenen wie spektakulären Massenmord durch eine Schusswaffe sterben:

NICHTS. Gar nichts.

Schnauze halten ist angesagt, schließlich lässt man sich durch die Realität nicht irritieren, wenn man bei jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit durch das Propagieren von Waffenbesitzverboten so tun kann, als würde sich dadurch die Mordrate senken lassen.

Spiegel Online berichtet:

Berlin – Es ist eine erschreckende Bilanz: Die körperliche Misshandlung und Tötung von Kindern in Deutschland hat zugenommen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 183 Mädchen und Jungen unter 14 Jahren getötet, 2009 waren es noch 152, wie der Bund Deutscher Kriminalbeamter und die Deutsche Kinderhilfe am Freitag in Berlin auf Grundlage einer Auswertung der Kriminalstatistik 2010 mitteilten.

Die Zahl der Kindstötungen erhöhte sich damit im vergangenen Jahr um 29 Fälle, also 20,4 Prozent. 129 der getöteten Kinder waren demnach noch keine sechs Jahre alt, 2009 waren 123 Babys und Kleinkinder umgebracht worden.
(…)
Der Präsident des Bundeskriminalamtes ( BKA), Jörg Ziercke, sagte, die Tatsache, dass in Deutschland “jeden zweiten Tag ein Kind Opfer eines Tötungsdeliktes wird und die Zahl der Misshandlungen von Kindern angestiegen ist, muss uns mehr als nachdenklich stimmen”. Er forderte die Bürger auf, Gewalthandlungen gegen Kinder konsequent anzuzeigen.

Da hat der Herr Ziercke natürlich absolut recht, das muss uns mehr nachdenklich stimmen.

Nur – man wird es nicht verhindert können.

In einem Volk, das aus über 80 Millionen Individuen besteht, wird man es nie schaffen, sämtliche Kinder vor gewalttätigen Erwachsenen zu schützen. Zumal es gerade bei Säuglingen nicht unbedingt eines Tötungsvorsatzes bedarf. Schon eine Unbeherrschtheit, ein zu kräftiges, wütendes schütteln eines überforderten, vielleicht übernächtigten, genervten Elternteils genügt, um so einem kleinen Bündel Mensch schwerste oder tödliche Verletzungen zuzufügen.

Und wo sogar ein Vorsatz im Spiel ist, läuft jede Aufforderung zum genaueren Hingucken und natürlich auch jedes Gesetz ins Leere. So funktioniert das leider nicht.

Um Kinder vor ihren eigenen Eltern zu schützen, müsste man diese ihnen entziehen. Und da man nicht vorhersagen kann, wer wann sein eigenes Kind evtl. töten könnte, müsste man dies grundsätzlich so handhaben, ohne Ausnahme. Oder, noch besser, warum verbietet man nicht einfach generell per Gesetz das Kinder kriegen? Spätestens in ein paar Jahren wäre die Statistik um diesen Punkt endgültig bereinigt – keine Kinder, keine toten Kinder.

Da wäre, natürlich, völlig absurd.

Ab genau solche absurden “Lösungsvorschläge” sind beim Thema Waffenbesitz an der Tagesordnung und nicht wenige PolitikerInnen glauben fest daran, dass man nur die ohnehin rechtstreuen Waffenbesitzer entwaffnen muss, um vorsätzlichen Mord zu verhindern.

Andererseits, ein Geburtenverbot würde sogar tatsächlich die Zahl der Kindstötungen dauerhaft eliminieren und spätestens in ein paar Jahrzehnten hätten sich auch alle anderen deutschen Probleme, inklusive des Waffenrechts, von selbst erledigt…

Topics: Allgemein, Medien, Satire, Weltverbesserer | 5 Kommentare »

5 Kommentare to “Kinder retten durch Geburtenverbot”

  1. Dan More meint:
    30.Mai 2011 at 11:43

    Auf den Punkt getroffen Benedikt.

  2. Oliver meint:
    31.Mai 2011 at 07:13

    Touché!

  3. Katja Triebel meint:
    1.Juni 2011 at 22:25

    Ich sage nur Risikompetenz! Die fehlt vielen Politikern.

  4. Thomas meint:
    2.Juni 2011 at 05:47

    Wie sollten Geburten effektiv verhindert werden?
    Dann werden halt Kinder wieder daheim geboren, und im Geheimen aufgezogen. Wieder wären die Gesetztreuen die Gelackmeierten, und “der Rest” bekommt auch so irgendwie seine Kinder. Gegebenenfalls im Ausland.
    Wir sagen es doch selbst, dass ein Verbot nur die trifft, die sich auch freiwillig daran halten.

  5. kikri meint:
    6.Juli 2011 at 20:55

    @Thomas
    Zwangskastration ist hier das Losungswort.
    Wenn es nur Grüne betrifft bin ich voll und ganz einverstanden.
    Wer wird dann für meine Rente arbeiten geht, mich im Altersheim pflegt, Jobs für arbeitslose Lehrer schaffen?

    Sich freiwillig ans Kinderzeugungsverbot halten heisst Zwangsonanie statt vögeln. Daran wird sich niemand halten

Kommentare

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