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“Die Welt”: NRA-Bashing statt objektive Berichterstattung

Von Benedikt Krainz | 3.Februar 2013

Wenn Kriminelle unschuldige Menschen erschießen, dann gibt es in weiten Teilen der deutschen Medien nur einen Schuldigen:

Natürlich ist das nicht der Täter. Nicht der Drecksack von Newtown, der seine eigene Mutter kaltblütig ermordet hat, um an ihre Waffen zu kommen. Und auch nicht Lumpenpack in Chicago, die ihre Bandenkriege auf offener Straße austragen und die “aus Versehen” unbeteiligte Passanten mit ihren illegalen Waffen erschießen.

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Schuld ist nur die böse, allmächtige, verabscheuenswürdige Waffenlobby in Form der NRA.

Sie war eine Einser-Schülerin und nahm an der Parade zur Amtseinführung von Barack Obama teil. Jetzt ist Hadiya Pendleton tot. Erschossen in Chicago. Die Waffenlobby lässt auch dieses Drama kalt.

geifert es in der “Welt”.

Amerikas Debatte über strengere Waffengesetze trägt einen neuen Namen: Hadiya Pendleton, 15, starb am vergangenen Dienstag einen entsetzlich zufälligen Tod, als ein Schütze sie und einige Freunde in einem Unwetter mit einer verfeindeten Gang verwechselte.
(…)
Der Totschlag an Hadiya war der 42. in Chicago – seit Jahresbeginn.

“Verfeindete Gang” und “Chicago” – also eine Bandenschießerei mit illegalen Waffen in der amerikanischen Metropole mit den strengsten Waffengesetzen und der höchsten Mordrate.

Als normal denkender Mensch könnte man an diesem Punkt zu der Erkenntnis gelangen, dass es wohl doch nicht so weit her ist mit dem Versuch, Rechtsbrecher durch Gesetze und Verbote von ihren kriminellen Taten abzuhalten. Wenn dem so wäre, dann müsste Chicago ein Hort des Friedens und der Glücksseligkeit sein. Doch weit gefehlt:

Während im wohlhabenden New York die Rate für Gewaltverbrechen zurückging, erlitt Chicago, die Metropole mit den strengsten Waffengesetzen, 2012 einen Rekord mit 506 Toten.

Gewaltkriminalität ist in den USA seit Jahrzehnten rückläufig und das, obwohl in fast allen Bundesstaaten unbescholtenen Bürgern mittlerweile das Führen von Waffen erlaubt wurde. Die Frage sollte also sein, warum es ausgerechnet in Chicago, wo nur die Rechtstreuen keine Waffen besitzen bzw. führen dürfen, nicht so ist.

Aber halt, die “Jugendgangs” – nette Umschreibung für Schwerverbrecher – holen sich ihre Waffen natürlich legal in den Nachbarstaaten mit lockereren Waffengesetzen. Wahrscheinlich so wie die mexikanischen Drogenkartelle, wenn die mal nicht gerade direkt von der Obama-Administration beliefert werden. Gangster in Chicago sind wohl nicht in der Lage, sich illegale Waffen zu beschaffen. Die tingeln über Waffenbörsen und kaufen einzeln von privat ihre Arsenale zusammen. So muss das sein, so stellt sich das der deutsche Redakteur vor, so passt das in sein hoplophobes Weltbild und so wird das dem unbedarften Leser vermittelt:

Die Jugendgangs der Stadt werden für ihre Straßenkriege aus dem Umland und den Nachbarstaaten Illinois und Mississippi mit Waffen versorgt. In Chicago selbst gibt es kein einziges Waffengeschäft. Für die NRA bedeutet das: Kontrollen bringen nichts als die Entwaffnung der rechtschaffenen Bürger.

Tja, das mag zwar nicht besonders populär sein, aber wenn Kriminelle Waffen haben und in Städten mit strengen Waffenverboten durch die Gegend ballern, dann kann die NRA mit ihrer Haltung soooo falsch nicht liegen.

Der unkritische Leser wird es aber glauben und seine durch die zigfache Verbreitung solch “seriöser” Artikel vermeintliche “Kenntnis” der “amerikanischen Verhältnisse” als belegt ansehen.

Wahrscheinlich wird ihm auch nicht auffallen, dass Illinois kein Nachbarstaat von Chicago, sondern Chicago die größte Stadt von Illinois ist. Und der Bundesstaat Mississippi nur dann ein Nachbarstaat wäre, wenn Missouri, Arkansas, Kentucky und Tennessee von der Landkarte verschwinden.

Wenn es in der “Welt” steht, dass Mississippi ein Nachbarstaat von Chicago ist, dann muss das schließlich stimmen.

Genau, wie der Rest.

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Topics: Allgemein, Medien, Volksverdummung, Waffenrecht, Weltverbesserer | 9 Kommentare »

9 Kommentare to ““Die Welt”: NRA-Bashing statt objektive Berichterstattung”

  1. Jan Schwerdt meint:
    3.Februar 2013 at 03:16

    Einer Deiner besten Beiträge!

  2. Andreas Hack meint:
    3.Februar 2013 at 07:53

    Wieder diese erschgreckende Unkenntnis der Journalisten in Dingen, über die sie meinen die Leserschaft informieren zu müssen. Und das in einer Zeitung diesen Niveaus. Ich bin entsetzt!

  3. Der Bayer meint:
    3.Februar 2013 at 08:30

    Äußerst befremdlich finde ich nur die Tatsache, dass bei uns angeblich vermeintlich MÜNDIGE Bürger auf unseren Schulen heranwachsen, die sich ihre eigene Meinung bilden können ohne fremdgesteuert zu sein.
    Hier kann man Benedikt nur zitieren mit einem seiner besten Sätze: Sobald man in Deutschland “`waffenlobby` hört, wird der Restverstand ausgeschaltet”. Dann glaubt man zu 100% das, was in der Zeitung steht, und lässt seine Kinder nicht in einem Schützenverein schießen.Denn dort werden sie ja zu einem Amokschützen ausgebildet…
    Armes Deutschland!

  4. Orlando meint:
    3.Februar 2013 at 10:57

    Journalisten haben von NICHTS eine Ahnung, aber davon jede Menge!
    Beim Thema “Waffen” wird sofort der Verstand ausgeschaltet, weil man sich seiner eigenen Hilflosigkeit bewußt wird. Man kann die Mörder nicht bestrafen, weil sie tot sind oder der Staat unfähig ist, sie dingfest zu machen. Deswegen geht man auf das Tatmittel los und zwar, das dessen man habhaft werden kann: ausschließlich die legalen Waffen.
    Und die hirnlose Poltik keift gleich noch mit, man möchte ja als “Macher” wahrgenommen werden.
    Das ganze Gesellschaftssystem ist am Ende.

  5. Gibt es eine deutsche Waffenlobby wie die NRA? « Katja Triebel meint:
    3.Februar 2013 at 13:47

    […] deutschen Medien übernehmen dies. So gibt die WELT der Waffenlobby die Schuld, wenn in einer Stadt mit Waffenverboten (Chicago) eine unschuldige Frau in einem Bandenkrieg mit […]

  6. Katja Triebel meint:
    3.Februar 2013 at 14:03

    Die WELT vergisst dabei zu erwähnen, dass gerade die US-Städte mit den schärfsten Waffenrechten die höchsten Mordraten verzeichnen und auch den höchsten Schusswaffenmissbrauch. Auch wird vergessen, dass in Chicago bereits alle Gesetze umgesetzt wurden, die die Kontroll-Aktivisten einführen möchten. Ein ähnliches Recht gibt es auch im District of Colombia. In der öffentlichen Statistik der USA kann man lesen, dass dort die Mordrate bei 21/100.000 Einwohner liegt. 76% dieser Morde wurden 2010 mit Schusswaffen begangen. In Vermont hingegen mit dem liberalsten Waffenrecht der USA liegen die Werte auf europäischen Niveau : Mordrate 1,1/100.000 Einwohner mit 29% Schusswaffengebrauch.

    Hier nachzulesen mit Link zur öffentlichen Quelle:
    http://legalwaffenbesitzer.files.wordpress.com/2013/02/us2010_guncrime.xls

  7. Horst Griebel meint:
    3.Februar 2013 at 15:52

    wieder einmal ein super Beitrag von Dir!!

  8. daniglae meint:
    6.Februar 2013 at 01:04

    Wundert sich hier eigentlich noch jemand wirklich über die voreingenommene, grün-linke, Antiwaffenpropaganda? Ich schon lange nicht mehr. Ich versuche nur noch, Argumente zu bekommen, von den Antis. Mein Sammelalbum ist noch leer… Ich hatte bei GMX mal gefragt, was denn die Antis unter einem sogenannten “Sturmgewehr” verstehen würden. Antwort: “Selber lesen macht schlau”…! Die Zahlen sind auf unserer Seite. Nur die Gegenseite hält nix davon. Wir müssen aufhören, die Antiwaffenfanatiker zu überzeugen. Lasst uns alle anfangen die Leute anzusprechen und für unsere Sache zu erwärmen, die an sich neutral sind. Und das werden die meisten sein…

  9. Thomas Bartsch meint:
    21.Februar 2013 at 09:37

    Ein wesentlicher Aspekt in der amerikanischen Waffenrechtsdiskussion bleibt hier in den Pro-
    und Contra-Stellungnahmen meistens unerwähnt.
    Wahrscheinlich weil er für die europäische und
    vor allem für die deutsche Mentalität einfach
    etwas Ungeheuerliches an sich hat.

    Die Väter der amerikanischen Verfassung sahen den
    allgemeinen Waffenbesitz als wesentliches
    Regulativ gegenüber einem möglichen Abdriften der
    eigenen Regierung in Diktatur und Tyrannei.
    Jeder Mensch sollte sich so gut wie möglich sich
    wehren können, gegen jeden, der seine Freiheit
    bedroht.
    Wahlen und freie Meinungsäußerung allein schienen damals in weiser Vorraussicht nicht auszureichen.
    Das absolute Gewaltmonopol des Staates wie hier in den meisten europäischen Länder gibt es in den
    USA, zumindestens laut Verfassung, nicht.

    “Kein Volk sollte Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk
    haben”

    Es geht hier also nicht allein um Schutz vor Kriminellen oder um Sport und Jagd.
    Viele US-Bürger betrachten ihre Regierung mit großem Mißtrauen, schon eine staatliche
    Registrierung bei Waffen- und Munitionskäufen
    wird daher vehement abgelehnt.

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