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"Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann."

Wiglaf Droste

 


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(ab 2011/01/27)

Bild-Boykott: Couchkartoffels heldenhafte Zivilcourage

Von Benedikt Krainz | 31.März 2015

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Meine Einschulung liegt nun schon ein paar Jahrzehnte zurück. Der Schulweg führte durchs Dorf und vorbei an den beiden Tante-Emma-Läden. Sowohl vor dem „EDEKA“ als auch der „VIVO“-Konkurrenz warben Aufsteller und Fähnchen für die „Bild“-Zeitung. Das waren Auslöser für rezitierte Sprüche wie „Bild war dabei – Bild sprach mit der Leiche“, die man als Zweitklässler furchtbar toll fand und die man zu Hause, bei Nachbarn oder Verwandten aufgeschnappt hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, kostete ein „Bild“-Exemplar damals 30 Pfennig und genau wie heute hat kaum jemand zugegeben, das vermutlich damals wie heute meistverkaufte täglich erscheinende Presseerzeugnis zu kaufen.

40 Jahre später, im Jahr 2015, könnte man meinen, dass es eine brandneue Erkenntnis ist, dass die „Bild“ ein genau so reißerisches wie hetzerisches Käseblatt ist, das schnell mal die Realität an die eigenen Schlagzeilen anpasst und Einzelpersonen, Gruppen oder auch ganze Nationen gerne mal diffamiert. So neu scheint diese Erkenntnis für manche zu sein, dass sich nun ein zivilcouragierter, heldenhafter Kiosk-Besitzer nach dem anderen berufen fühlt, die „Bild“ aus seinem Verkaufsstand zu verbannen und es dem Axel-Springer-Verlag mal so richtig zu zeigen. Und das Ganze natürlich, ganz selbstslos, über soziale Netzwerke verbreitet und sich so der Sympathie in Form zahlreicher „Likes“ der blökenden Masse sicher sein kann.

Gerade so, als ob es besonders mutig wäre, gegen die „Bild“ zu sein und man mit der Abneigung gegen dieses Pamphlet ganz alleine gegen Heerscharen fanatischer, bekennender „Bild“-Käufer stände. Obwohl es längst ein auf „Bild“-Bashing basierendes, florierendes Geschäftsmodell gibt und einige der schärfsten Kritiker nur deshalb so gut im Geschäft sind und Geld verdienen, weil ihnen die “Bild” jeden Tag die Munition liefert, die sie zu deren Bekämpfung brauchen. Ohne “Bild” wäre mancher “Bild-Kritiker” schlichtweg arbeitslos.

Doch zurück zu den sozialen Netzwerken. Natürlich ist es genau umgekehrt. Wer es wagt, den Verkaufsboykott nicht gut zu heißen, der ist von der Schafherde zum Abschuss freigegeben. Feuer frei auf den vermeintlichen „Bild“-Leser, an dem sich die Inhaber der korrekten Gesinnung genüsslich abarbeiten können. Die Gleichen, sonst immer „Vielfalt“ und „Toleranz“ predigen, verabscheuen schon den Gedanken an „Vielfalt“ und „Toleranz“, zumindest wenn es um missliebige Presseerzeugnisse geht. Der Typ hinterm Verkaufstresen als Richter über gut und böse, als selbst ernannte Zensurbehörde, Inquisitor und Verbraucherschützer in Personalunion.

Erschreckend ist die schiere Masse der Sympathisanten solcher Bevormunder, die diesen billigen Aktionismus ohne geringstes persönliches Risiko überschwänglich feiern und damit ihre Sehnsucht nach der Supernanny, die ihnen selbst die Entscheidung, welche Zeitung man gefälligst kaufen darf, abnimmt.

Das Schöne an einer zumindest halbwegs freien Marktwirtschaft wie unserer ist, dass der Verbraucher entscheiden kann, ob er die „Bild“ durch deren Kauf unterstützt oder eben nicht. Niemand wird gezwungen, die „Bild“ zu kaufen und „taz“, „Neues Deutschland“ oder „Junge Freiheit“ zu ignorieren. Oder eben umgekehrt.

Der Konsument ist mündig genug, diese Entscheidung selbst zu treffen. Ich respektiere die persönlichen Präferenzen und politischen Überzeugungen jedes Menschen. Dazu gehört aber auch die Entscheidungsfreiheit, etwas zu tun oder es zu lassen. Wenn ein Kioskbesitzer meint, diese Entscheidung für alle seine Kunde im Vorfeld treffen zu müssen, dann ist das ein höchst unprofessionelles Verhalten. Persönliche Vorlieben, politische Ansichten oder religiöse Überzeugungen sind Privatsache und vom Dienstlichen zu trennen. Wer damit nicht klar kommt, soll sich einen anderen Job suchen, wo er keine Gewissenbisse erleiden muss, wenn er einen Kunden bedient und dessen Bedürfnisse befriedigt.

Sonst besteht die Gefahr, dass heute der „Empörte“ die „Bild“ aus dem Regal nimmt, morgen der Homöopathiefan die „Medical Tribune“ und übermorgen trifft es dann „Auto Motor Sport“, weil die führerscheinlose Ökofetischistin aus der Spätschicht nur Fahrräder gut findet.

In den meisten Läden, die Zeitungen verkaufen, werden auch Spirituosen und Tabakwaren feil geboten. Wenn sich da manche Besitzer schon so ums geistige Wohlbefinden ihrer Kunde sorgen, dass sie diese vor den gar schröcklichen „Bild“-Ergüssen bewahren müssen – warum nicht auch vor tatsächlichen Gefahren für Lunge, Leber & Leben? Vom „Bild“-lesen alleine hat wohl noch niemand die Kontrolle über seine Auto verloren und unbeteiligte Dritte tot gefahren.

Für einen halbwegs freiheitlich denkenden Menschen ist der Gedanke an die „Bild“ schlimm. Noch schlimmer ist aber der Gedanke daran, dass sich manche Mitmenschen anmaßen darüber entscheiden zu müssen, ob man „Bild“ überhaupt lesen darf.

Man muss “Bild” nicht mögen, man muss sie auch nicht kaufen.

Aber diese Entscheidung soll, bitteschön, jeder für sich selbst treffen dürfen.

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Themen: Allgemein, Medien, Weltverbesserer | Kein Kommentar »

ING DiBa: Die Bank und Du, Du böser Sportschütze, Du!

Von Benedikt Krainz | 23.März 2015

Die ING DiBa in Österreich lobt den “Vereinstausender” aus. Alle Vereine können sich bewerben. Oder fast alle, Schützenvereine nicht. Die haben ja Kontakt mit Waffen. Dr. Georg Zakrajsek zitiert in den auch sonst sehr empfehlenswerten IWÖ-Nachrichten Ausgabe 1/2015 eine entsprechende Stellungnahme der Bank:

Dennoch hat die ING-DiBa Direktbank
Austria, als auch die international agierende
ING, entschieden: Wir bieten keine
finanzielle Unterstützung für Organisationen,
die mit Waffen in irgendeiner Art und
Weise Kontakt haben – auch dann nicht,
wenn das verantwortungsvoll und unter
Beachtung des historischen Hintergrunds
geschieht.

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Da hoffen wir doch sehr, dass die ING DiBa auch konsequent auf die Dienste bewaffneter Mitarbeiter von Wachschutzunternehmen verzichtet, deren Bezahlung ja auch in gewisser Hinsicht eine “finanzielle Unterstützung” darstellt. Schließlich wollen die feinen Banker ja nichts mit Organisationen zu tun haben, die mit Waffen in irgend einer Art und Weise Kontakt haben. Nicht, dass da die Sesselfurzer noch in Gewissenskonflikte kommen.

Hoffentlich kriegt das kein Bankräuber mit, dass man bei der ING DiBa etwas gegen Organisationen hat, die völlig legal und gesetzeskonform Umgang mit Waffen haben. Die könnten das noch als Einladung missverstehen, einem ungeschützten Geldinstitut einen Besuch abzustatten.

Aber vielleicht vertraut man seitens der Bank darauf, dass die Polizei nach so einem Überfall kostenlos anrückt und man keine “finanzielle Unterstützung” dafür gewähren muss, dass so eine Organisation das Geschäftsmodell der Bank mit Waffengewalt verteidigt. “Kostenlos” natürlich nur für die Bank. Bezahlen darf das dann die Allgemeinheit, also auch der verachtenswerte, brav Steuern zahlende Sportschütze, der für die ING DiBa offenbar auf der gleichen Stufe wie ein somalischer Warlord oder ein mexikanischer Drogenbaron steht.

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Themen: Allgemein, Weltverbesserer | 5 Kommentare »

Morgens, halb zehn in Deutschland…

Von Benedikt Krainz | 20.März 2015

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Frankfurt. Zehntausende meist junge Leute versammelten sich am Donnerstag in der Innenstadt, um gegen die Politik der Europäischen Zentralbank zu demonstrieren. Aktivisten der “Blockupy”-Bewegung skandierten bei der überwiegend friedlich ablaufenden Veranstaltung in originellen Sprechchören ihre kapitalismuskritischen Forderungen nach Frieden, Freude und Eierkuchen. Leider versuchten aggressiv auftretende Polizisten, die kreative Umgestaltung von Straßenbelägen, Hausfassaden und Schaufenstern durch Blockupisten mit Gewalt zu verhindern. In der Folge kam es zu Rangeleien zwischen den beiden Gruppen, in deren Verlauf eine überschaubare Anzahl von Polizisten durch eigenes Verschulden leichte Blessuren davon trug. Auch einige in provokanter Weise abgestellte Einsatzwagen erlitten geringe Sachschäden.

Grüne und Linke zeigten sich im Anschluss der Veranstaltung mit deren friedlichen Verlauf zufrieden, wollen aber die mangelhafte Deeskalationsstrategie der Polizei durch einen Untersuchungsausschuss im Landtag aufklären und die verantwortlichen Einsatzleiter zur Rechenschaft ziehen.


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Düsseldorf. Einige Tiermörder marschierten am Donnerstag durch Düsseldorf und brüllten dabei rückwärts gerichtete Parolen. In der aufgeheizten Stimmung gelang es den auf alles vorbereiteten Polizeikräften nur mit Mühe und Not, eine weitere Eskalation und bürgerkriegsähnliche Zustände zu verhindern. Wie durch eine Wunder blieb es auf Seiten der Einsatzkräfte bei einigen Leichtverletzten (1) und waren keine Toten zu beklagen. Die zahlreich erschienenen Gegendemonstranten konnten durch ihr zivilcouragiertes Auftreten eine Erstürmung des Landtags durch die Rehtotschießer verhindern.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verurteilte in einer gemeinsamen Stellungnahme mit PETA-Naturschutzexperten und der Bürgerrechtsorganisation “Universelles Leben” den Missbrauch des Demonstrationsrechts für tierrechtfeindliche Zwecke.

Durch eine Bundesratsinitiative soll außerdem eine Änderung des Grundgesetzes auf den Weg gebracht werden mit dem Ziel, dass zukünftig nur noch solche Meinungsäußerungen und Demonstrationen toleriert werden müssen, die vorher von einem noch zu benennenden Gremium für korrekte Gesinnungsethik abgesegnet wurden.

(1) POM Jupp Kowalsky verbrannte sich an seinem Pausentee die Lippen. Ein weiterer Beamter, der nicht genannt werden möchte, klemmte sich beim Verlassen einer Mobiltoilette den Zeigefinger in der Tür ein.

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Themen: Allgemein, Satire, Volksverdummung | Kein Kommentar »

Der MDR legt nach

Von Benedikt Krainz | 19.März 2015

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Gestern ging es um die “Fakten” beim MDR.

Wie es scheint, nimmt die Diskussion nicht den gewünschten Verlauf.

Stand heute, 12.00 Uhr wurden knapp 40 Kommentare von der MDR-Redaktion freigeschaltet.

Entweder, die Waffenverbieter schreiben alle so schlimme Sachen, dass die Redaktion sie aus Gründen der Netiquette nicht freischalten kann oder, was wahrscheinlicher ist, es gibt einfach keine entsprechenden Beiträge.

Was macht man da als Redaktion eines öffentlich-rechtlichen Senders mit Meinungsbildungsauftrag, wenn in einer “Pro & Contra ‘Waffensport'”-Diskussion die Contra-Leserbeiträge einfach ausbleiben?

Genau. Man verlinkt flugs auf die Mutter aller Antisportschützenseiten und macht somit den kompletten Themenkomplex zur Werbeveranstaltung für Roman Grafe und seine Hetzseite.

Überflüssig zu erwähnen, dass selbstverständlich NICHT auch auf wenigstens eine der zahlreichen “Pro”-Waffenbesitz-Seiten verlinkt wird. Pro und Contra ja, aber um Gottes Willen bloß nicht zu viel “Pro”…

Eine der beliebtesten MDR-Sendungen heißt übrigens “Hauptsache gesund”.

Falls beim MDR mal ein Name für eine Sendung zum Waffenbesitz gesucht wird, hätte ich einen Vorschlag: “Hauptsache, gelogen.”

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Themen: Allgemein, Medien, Volksverdummung, Waffenrecht, Weltverbesserer | 3 Kommentare »

Fakten nach Art des MDR

Von Benedikt Krainz | 18.März 2015

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Eine der dümmlichsten und zugleich populärsten Verschwörungstheorie in Deutschland ist der von den selbst ernannten “Reichsbürgern” oder “Kommissarischen Reichsregierung” gepflegte Mythos der angeblichen “BRD GmbH”. Deren krude Thesen. wonach das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 weiter existiert und alle bundesrepublikanischen Gesetze ungültig wären, halten bei näherer Betrachtung keine fünf Minuten stand. Es finden sich aber immer wieder neue Jünger, die auf die von den “Reichsbürgern” laienhaft interpretierten und aus dem Zusammenhang gerissenen Versatzstücke von nationalen wie internationalen Gesetzes- und Vertragswerken hereinfallen und ihr neu gewonnenes “Wissen” in sozialen Netzwerken munter weiterverbreiten.

Kein Journalist, kein Redakteur, der seinen Job halbwegs ernst nimmt, würde es auch nur in Erwägung ziehen, diese gequirlte Kacke zu adeln, in dem man eine solche Ansammlung von Halbwahrheiten und dreisten Lügen als “Fakten” dem Zuschauer oder Leser präsentiert.

Beim Mitteldeutschen Rundfunkt ist man sich allerdings nicht zu schade, gequirlte Kacke auf Reichsbürgerniveau als “Fakten” zu präsentieren:

Scheinbar ohne jegliche Plausibilitätsprüfung werden dem MDR-Konsumenten die zusammenfantasierte “Sportmordwaffen”-Statistik des Roman Grafe als “Fakten” verkauft. Man hat sich in der MDR-Redaktion nicht einmal die Mühe gemacht, einen eigenen Text zu verfassen und gleich die perfide Formulierung des Kreativstatistikers übernommen:

Etwa 150 Menschen wurden seit 1991 mit Schusswaffen von Sportschützen getötet.

Fast gleichlautend heißt es auf der “sportmordwaffen”-Seite:

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Was ist denn nun genau damit gemeint, mit “mit Schusswaffen von Sportschützen getötet”?

Geht es um Sportschützen, die mit Schusswaffen getötet haben oder geht es um Tötungsdelikte, bei dem das Tatmittel eine Sportwaffe war, ungeachtet dessen, ob der Täter selbst Sportschütze war?

Die geschickte Formulierung lässt jede Interpretation zu.

Ob da zwei Teenager eine Familie mit einer gestohlenen Sportwaffe töten,

ob ein Geisteskranker auf einem Schießstand mit einer dort geliehenen Waffe tötet,

ob eine ehemalige Sportschützin drei Menschen tötet, davon einen mit ihrer Sportwaffe –

was nicht passt, wird passend gemacht.

So kommt man dann wenigstens auf ein paar Jahre mit zweistelligen Opferzahlen und kann “sagenhafte” 150 angebliche Sportwaffenopfer für zwei Jahrzehnte zusammenfantasieren.

Der unbedarfte Leser oder Zuschauer, dem die in die Zehntausende gehende Gesamtzahl der Opfer von Tötungsdelikten im gleichen Zeitraum als Vergleichswert wohlweislich vorenthalten wird, ist Opfer von gezielter Manipulation und Desinformation.

Oder, wie man das beim MDR nennt, “Fakten”.

Die Reichsbürger lassen grüßen.

Download: SportMordWaffen-Liste aufgedröselt (c) Gunboard.de

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Themen: Allgemein, Falschbehauptungen, leserbrief, Lug und Trug, Medien, Volksverdummung, Waffenrecht, Weltverbesserer | 3 Kommentare »

Kriegsveteranen und Kriegstreiber

Von Benedikt Krainz | 13.März 2015

Herr Schober fühlt sich ungerecht behandelt. Die Gesellschaft, die Politik, die Kirchen, die Wirtschaft – allen wirft er “mangelnden Einsatz im Kampf gegen den Missbrauch legaler Schusswaffen vor“.

Wobei der “mangelnde Einsatz” gleichzusetzen sein dürfte mit “mangelnder Spendenbereitschaft”. Statt der erhofften eine Million Euro an Stiftungskapital konnten nicht einmal 20 Prozent der Summe seit 2009 akquiriert werden. Da lässt sich natürlich auf Dauer kein gut dotierter Geschäftsführerposten davon finanzieren.

Anders herum lässt sich immerhin feststellen, dass die Gesellschaft, die Politik, die Kirchen und die Wirtschaft den Missbrauch legaler Schusswaffen verständlicherweise wesentlich realistischer einschätzen, als ein von diesem seltenen Phänomen direkt betroffener und schwer traumatisierter Opferangehöriger. Deshalb bekam er jede Menge Mitleid, Verständnis und warme Worte geschenkt. Aber eben kein Geld.

Wie üblich, sind irgendwelche “Anderen” schuld. Nicht er uns seine Konfrontationsstrategie, mit der er ein ums andere Mal alle Sportschützen vor den Kopf gestoßen hat. Nein, er fühlt sich jetzt wie ein fallengelassener Kriegsveteran, der alles für sein Land gegeben hat und jetzt nur Undank erntet.

Er vergleicht sich mit einem Kriegsveteranen. „Was haben die US-Soldaten, die aus Vietnam zurückgekehrt sind, denn schon erhalten? Nichts. Sie sind angepöbelt worden, obwohl sie für das Land ihr Leben riskiert haben. Und dann haben sie keine Arbeit gefunden.“

Mit dem kleinen Unterschied, dass zurückkehrende Vietnam-Veteranen in einem Krieg kämpfen mussten, den andere erklärt haben. Herr Schober ist aber in einen Krieg gezogen, den er selbst vom Zaun gebrochen und einem Gegner aufgezwungen hat, der als Sündenbock für den nicht mehr zu belangenden Mörder seines Kindes herhalten musste.

Seine virtuelle Streitmacht aus Berufsbetroffenen und Weltverbesserer hat ihn längst im Stich gelassen und kämpft schon lange auf anderen Schlachtfeldern, wo man sich leichtere Gegner und schnellere Siege als gegenüber der bösen, hartnäckigen Waffenlobby erhofft.

Um seine Zukunft braucht er sich wahrscheinlich aber nicht zu sorgen. Die grün-rote Landesregierung im Ländle wird auch für ihn bestimmt ein Pöstchen finden, wo er seine “Expertise” einbringen und Gall & Co. im edlen Kampf gegen die gemeingefährlichen Sportschützen unterstützen kann. Und dafür kriegt der gefühlte Kriegsveteran dann bestimmt auch noch einen Orden.

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Themen: Allgemein, Nützliche Idioten, Waffenrecht, Weltverbesserer | 1 Kommentar »

So macht man “Pegida”…

Von Benedikt Krainz | 19.Februar 2015

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Eigentlich dachte ich, dass der “Pegida”-Drops spätestens seit der Zersplitterung des Bündnisses gelutscht ist. Mein letzter Artikel sollte, wieder eigentlich, auch der erste und einzige zu diesem Thema sein.

Leider habe ich gestern in meinem unmittelbaren persönlichen Umfeld miterleben “dürfen”, was dabei herauskommt, wenn die Folgen bundespolitischer Inkompetenz und Realitätsferne mit voller Wucht einen bestens funktionierenden Sportverein zu zerstören drohen.

Der Hintergrund: Knall auf Fall wurde gestern dem Polizeisportverein Kamenz die Nutzung der Trainingshalle untersagt, in der man seit Jahren trainiert und in deren Ausstattung der Verein viel Geld und Schweiß investiert hat. Heute Vormittag wurde zwangsberäumt – um anschließend 200 Asylbewerber einquartieren zu können.
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Themen: Allgemein, Parteien | 4 Kommentare »

Die Presse lügt nicht!

Von Benedikt Krainz | 18.Januar 2015

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Seit „Pegida“ Montags durch Dresdens Straßen spaziert, knackt es gewaltig im Gebälk von Medien und Parteien.

Deren in der Vergangenheit bewährte Abwehrstrategie, alle Aufmüpfigen rechts der Merkel-CDU sofort mit einem Bombardement von Schlägen mit der Nazikeule zu überziehen und zum Schweigen zu bringen, funktioniert plötzlich nicht mehr.

Jeder schmähende Artikel, jeder erhobene Politikerzeigefinger hat stets für noch mehr Zulauf beim nächsten „Spaziergang“ gesorgt.
Die Medien und speziell die Tageszeitungen sehen sich mit dem Vorwurf der „Lügenpresse“ konfrontiert und reagierten teils verstört, teils verschnupft. Flugs wurde „Lügenpresse“ zum „Unwort des Jahres“ gekürt. Ohne zu hinterfragen, was genau denn als „Lügen“ in der „Presse“ aufgefasst wird. Und mit “Presse” ist nicht nur die komplette Medienlandschaft, sondern genau so politische und sonstige Interessenvertreter gemeint, die ihre jeweiligen Botschaften über die “Lügenpresse” verbreiten.

Dabei hätten die Medien bereits seit Jahren mit etwas gutem Willen (oder der Fähigkeit zur Selbstkritik) erkennen können, dass ihre Art und Weise der belehrenden und/oder einseitigen (Hof-)Berichterstattung als solche erkannt und auch offen gelegt wurde. Sportschützen und Jäger mit ihren legal besessenen Waffen waren über Jahre ein beliebtes Ziel solcher Berichterstattung.

Die empörten Reaktionen der Betroffenen in Form von Leserbriefen oder Onlinekommentaren wurden jedoch abschätzig als von der ominösen Waffenlobby gesteuert vom Tisch gewischt. Das war bequem, musste man sich so inhaltlich mit der Kritik erst gar nicht auseinandersetzen. Schließlich genießt die „Waffenlobby“ die gleiche mediale Wertschätzung wie Kernkraft, Sarrazin oder TTIP. Dagegen zu sein, gehört zum guten Ton.
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Themen: Dämliche Schlagzeilen, Falschbehauptungen, Lug und Trug, Medien, Weltverbesserer | 16 Kommentare »

Mal wieder ein Leserbrief…

Von Benedikt Krainz | 14.November 2014

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Heute hat sich “meine” Tageszeitung mal wieder dem Thema Schusswaffen zugewandt.

Wie üblich, interessiert man sich aber nicht für die illegalen Waffen und deren kriminelle Besitzer, sondern um die legal besessenen Schusswaffen von Jägern und Sportschützen.

Neben dem Artikel “Immer mehr Schusswaffen” hat die Redakteurin Marleen Hollenbach auch noch einen Kommentar verfasst und kommt darin zu dem Schluss:

Und wenn sich die Schusswaffen schon in privater Hand befinden müssen, dann sollten die Behörden diese doch ganz genau im Blick haben. Da reicht es auch nicht, wenn die Behörden aller paar Jahre vorbeischauen. Die über 12 000 Waffen im Landkreis müssen regelmäßig überprüft werden. Jäger und Sportschützen wissen am besten, wie gefährlich ihre Waffen sind. Deshalb werden sie für die Kontrollen auch Verständnis haben.

Da lasse ich mich natürlich nicht zwei Mal bitten und habe folgenden Leserbrief geschrieben:

Sehr geehrte Frau Hollenbach,

wenn Sie meinen, dass bei den Besitzern registrierter Waffen mehr
Kontrollen nötig wären, dann haben Sie sich mit der Materie nur sehr
oberflächlich beschäftigt. Leider haben Sie auch nicht die Zeit
gefunden, die Informationen, die Sie erhalten haben, auch zu
hinterfragen, anstatt Sie nur wiederzugeben.

Registrierte Schusswaffen sind deliktisch nahezu irrelevant, ihre
Besitzer gelten als in besonders hohem Maße rechtstreu und unterliegen
einer fortwährenden Kontrolle durch die zuständigen Behörden. Dennoch
sehen sich Jäger und insbesondere die Sportschützen ständigen
Anfeindungen und Diffamierungen speziell von grünen
Verbotsfetischisten ausgesetzt.

Als Begründung muss ein ums andere Mal “Winnenden” herhalten, wo vor
Jahren ein durchgeknallter Teenager, der selbst weder Jäger noch
Sportschütze war und der über keinerlei waffenrechtliche Erlaubnisse
verfügte, mit einer gestohlenen Waffe zum Massenmörder wurde.

Vorsätzliche Straftaten lassen sich durch kein Gesetz verhindern.
Genau so wenig, wie man den illegalen Drogensumpf durch ein
Verkaufsverbot von Halspastillen in Apotheken austrocknen kann, eignet
sich das Waffengesetz zur Kriminalitätsprävention.

Es käme auch niemand auf die Idee, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
die Autofahrer zu kontrollieren, die an der roten Ampel ordnungsgemäß
halten und gleichzeitig die Rotlichtignoranten unbehelligt weiterrasen
zu lassen.

Gegenüber dem legalen Waffenbesitzer hat man aber genau diesen in
Folge ideologisch motivierter Anlassgesetzgebung ersonnenen Irrsinn
zum Prinzip erklärt. Mit dem Resultat, dass der Staat enorme
finanzielle und personelle Ressourcen ohne jeglichen Sicherheitsgewinn
zur Gängelung ohnehin rechtstreuer Bürger verplempert, die dann zur
Bekämpfung echter Kriminalität an anderer Stelle fehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz

Selbstverständlich habe ich mich auch als Ansprechpartner für weitere Fragen zum Themenkomplex Waffen/-recht/-besitz angeboten und zum Besuch unseres Schießstandes eingeladen. Mal gucken, ob man darauf zurückgreift.

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Themen: leserbrief, Medien, Waffenrecht | 6 Kommentare »

Lux, die innenpolitische Leuchte der Berliner Grünen

Von Benedikt Krainz | 7.November 2014

Berlin, unsere Hauptstadt, ist ein gefährliches Pflaster.

In 2012 ereigneten sich dort pro hunderttausend Einwohner 14.144 Straftaten. Damit führt Berlin, gefolgt von den Stadtstaaten Bremen und Hamburg, die Kriminalitätsstatistik (PKS 2012, Seite 20) unangefochten an.

Im ersten Halbjahr 2014 ist in Berlin die Zahl der registrierten Straftaten um sage und schreibe NEUN (!!!) PROZENT gegenüber de Vorjahr angestiegen:

Im ersten Halbjahr 2014 wurden insgesamt
268.051 Fälle erfasst. Im Vergleich zum ersten Halbjahr
2013 (245.926 Fälle) stiegen die Fallzahlen somit um
22.125 Fälle (+9,0 %)

Wenn eine Stadt ein derart großes Kriminalitätsproblem hat, sollte man eigentlich meinen, dass die gewählten Volksvertreter vor Ort sich der Sache annehmen und versuchen, ihre Stadt sicherer zu machen und damit die Bürger zu schützen.

Eine Partei, der das eigene Volk meilenweit am Arsch vorbei geht und die ausschließlich die Interessen ihrer eigenen Klientel vertritt, setzt natürlich andere Schwerpunkte.

So ist es nicht verwunderlich, dass die “Grünen” rein gar nichts tun, um die Bürger der Hauptstadt vor Kriminellen zu schützen. Vielmehr lassen sie nichts unversucht, um die wenigen Hauptstadt-Schützen zu kriminalisieren. Auf der Homepage des Berliner “Grünen”-Abgeordneten Benedikt Lux klingt das dann so:

Waffenrecht verschärfen, Kontrollen ermöglichen, illegale Waffen einsammeln
29.09.2014: Die Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus will das Waffenrecht verschärfen und die Zahl der Kontrollen deutlich erhöhen. Dazu soll eine Gebühr erhoben werden um die nötigen Ausgaben zu decken. Munition und Waffen sollen in Zukunft getrennt gelagert werden. Außerdem streben wir eine neue Amnestie für illegale Waffen an, bei der auch eine anonyme Abgabe ermöglicht werden soll. Denn jede abgegebene Waffe ist ein Sicherheitsgewinn!

Den Beleg für den angeblichen Sicherheitsgewinn bleibt der Herr Lux selbstverständlich schuldig. Im Fokus grüner Kriminalitätsprävention stehen auch nicht Kriminelle und illegale Waffen, sondern die behördlich überprüften und ständig überwachten Sportschützen mitsamt ihrer registrierten Waffen.
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Themen: Bürgerkriminalisierung, Lug und Trug, Parteien, Waffenrecht, Weltverbesserer | 9 Kommentare »

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