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Das aktuelle Zitat:

"Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten kann."

Wiglaf Droste

 


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(ab 2011/01/27)

Grüne im Kreis Bautzen positionieren sich gegen Jäger und Sportschützen

Von Benedikt Krainz | 5.Dezember 2016

Screenshot SZ Online

Screenshot SZ Online


Wenn man dachte, dass die „Grünen“ nur auf Bundes- bzw. Landesebene ihrer ideologisch motivierten Anti-Waffen-Agenda folgen, auf kommunaler Ebene aber etwas mehr Realitätssinn walten lassen, dann hat sich diese Hoffnung leider schnell zerschlagen.

Auch im Landkreis Bautzen hat man als Grüner scheinbar sonst keine Probleme, als die Kreisverwaltung hinsichtlich der Anzahl von Waffenbesitzern bzw. registrierten Schusswaffen zu löchern, um im Kontext mit der relativ überschaubaren Anzahl von Kontrollen eine kleines Skandälchen herbei zu hysterisieren.

Die „Sächsische Zeitung“ berichtet in der Lokalausgabe Kamenz vom 05.12.2016:

Denn die jährlichen Vor-Ort-Kontrollen lassen sich jeweils meist an einer Hand abzählen. Im vergangenen Jahr waren es immerhin acht Kontrollen – das ist dann sogar eine mehr als in den drei Jahren zuvor zusammenaddiert.

Für den Kreischef der Grünen, Jens Bitzka, ist das ein unhaltbarer Zustand. „Jede Imbissbude wird einmal im Jahr überprüft. Ein Waffenbesitzer müsste statistisch gesehen nur alle 316 Jahre mit einem Besuch rechnen“, sagt Jens Bitzka. „Wir wollen niemanden unter Generalverdacht stellen. Aber es gibt überall schwarze Schafe. Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn Waffen in falsche Hände geraten.“ Der Politiker fordert mehr unangemeldete Kontrollen – auch, indem das Personal beim dafür zuständigen Landratsamt aufgestockt wird.

Wirklich skandalöse Zustände, wo es im Landkreis Bautzen doch nahezu täglich durch Jäger und Sportschützen zu wüsten Schießereien und kriminellen Taten mit ihren registrierten Waffen kommt…

Mein Leserbrief ging jedenfalls postwenden an die zuständige Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Kositz,

mittlerweile hat neben Ostern, Weihnachten und Silvester auch der jährliche „die-Grünen-diffamieren-Waffenbesitzer“-Tag einen festen Platz im Kalender.

Regelmäßig darf man in der SZ darüber lesen, dass die „Grünen“ bei der Landesregierung die Anzahl der Kontrollen bei Besitzern registrierter Waffen abfragen, nun erfolgen solche Anfragen also auch auf Kreisebene.

Genau so regelmäßig erscheint dann ein entsprechender Artikel mit der grünen Empörung über angeblich zu wenige Kontrollen.

Kreis-Grünen-Chef Bitzka wird zitiert, dass er niemand unter Generalverdacht stellen will. Die Frage ist, warum machen er und seine Partei es dann ständig? Warum stellen sie Millionen Jäger und Sportschützen, deren registrierte Waffen deliktisch nahezu irrelevant sind, immer wieder unter genau diesen Generalverdacht?

Wäre den Grünen an einer sachlichen Diskussion gelegen, würden sie nicht nur die Anzahl der registrieren Waffen und ihrer Besitzer abfragen, sondern auch die Anzahl der Fälle, in denen diese registrierten Waffen für Straftaten missbraucht wurden.

Aber dann wären die Grünen ganz schnell in Erklärungsnot, wenn sie begründen müssen, wie man eine Missbrauchsquote von um die null Prozent durch stärkere Kontrollen signifikant absenken kann.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz
„Schützen-Lobbyist“* und „Betreiber der widerlichen Hetzseite www.meinungsterror.de“*

* SZ Kamenz, Leserbriefseite, 22.08.2016

Mal sehen, ob sie veröffentlicht wird. Und wer noch so antwortet…

Zum gleichen Thema: Grüne: Bei Bürgerrechten konsequent inkonsequent

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Themen: Bürgerkriminalisierung, leserbrief, Parteien, Volksverdummung, Waffenrecht, Weltverbesserer | 3 Kommentare »

Kleiner Waffenschein, große Bedenken

Von Benedikt Krainz | 26.November 2016

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Die Experten hierzulande zeigen sich einmal mehr besorgt:

Nach aktuellen Medienberichten ist in Deutschland die Zahl der „kleinen Waffenscheine“ im Oktober 2016 mit 449.000 auf eine neues Rekordhoch gestiegen.

Ein Umstand, den man in Deutschland selbstverständlich nicht sachlich und wertfrei vermitteln kann. Die „Frankfurter Rundschau“ titelt entsprechend mit „Trügerische Sicherheit„. Damit suggeriert man gleich in der Überschrift, dass der unwürdige Untertan unfähig zur Selbstverteidigung ist und seinen Schutz gefälligst dem allmächtigen Staat überlassen soll.

Natürlich sind auch die üblichen „Experten“ belehrend zur Stelle:

Ähnlich wie der Polizeigewerkschaftschef weisen zahlreiche Experten darauf hin, dass Schreckschusspistolen und Reizgase lediglich das subjektive Sicherheitsgefühl verbesserten, nicht aber die Sicherheit an sich. Im Gegenteil: Sie erhöhten das Eskalationspotenzial, weil es im Eifer der Auseinandersetzungen zu Fehlwahrnehmungen und Verwechselungen komme könne. Zu fliehen oder wo möglich Hilfe zu holen, sei im Ernstfall das bessere Gegenmittel, heißt es.

Und überhaupt, es gibt ja auch gar keinen Grund zur Sorge:

Die im Mai veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik weist überdies keinen Anstieg aus. Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 2015 vielmehr genau 5 927 908 Straftaten erfasst. Das entspricht dem Niveau des Vorjahrs.

Während erste Bundesländer wegen des nicht vorhandenen Anstiegs von Straftaten ihre jeweiligen Polizeien mit vollautomatischen Kriegswaffen und Panzerfahrzeugen ausstatten, soll sich die Verkäuferin auf dem Heimweg nach der Spätschicht einfach schneller bewegen, anstatt sich für den Notfall mit einem Abwehrspray zu wappnen.

So einfach ist das in Deutschland.

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Themen: Bürgerkriminalisierung, Volksverdummung, Waffenrecht | 1 Kommentar »

Wer keine Waffe hat, der mordet trotzdem

Von Benedikt Krainz | 25.Oktober 2016

In Deutschland besitzen etwa 2 Millionen Bürger legal ungefähr 5,8 Millionen Schusswaffen. Eine Handvoll dieser Waffen wir jedes Jahr für kriminelle Zwecke oder Tötungsdelikte missbraucht.

In einem der seltenen neutralen und sachlichen Presseartikel, die man zu diesem Thema in den vergangenen Jahren lesen konnte, bescheinigte der „Focus“:

Bei 0,2 Prozent aller Straftaten sind Schusswaffen im Spiel. Nur in fünf Prozent dieser Fälle kamen legale Pistolen und Gewehre zum Einsatz.

Anders ausgedrückt: 99,8 % aller Straftaten kommen gänzlich ohne Schusswaffen aus. Und in den wenigen Fällen, wo eine Waffe im Spiel war, war diese in 19 von 20 Fällen nicht legal im Besitz des Straftäters.
Screenshot ZVW-Onlinepräsenz

So weit die Faktenlage, die – so könnte man zumindest meinen – auch bald acht Jahre nach „Winnenden“ in schwäbischen Provinz-Redaktionsstuben noch in Abrede gestellt wird. Wenn man die Realität ignoriert und statt dessen lieber munter Phrasen drischt und populäre Latrinenparolen aus der Waffenverbieterszene unreflektiert wiederkäut, kommt am Ende so ein „Meinungsartikel“ heraus:

Es ist kein Zufall, dass vor allem Sportschützen und Jäger zu Mördern werden. Sie dürfen legal Waffen besitzen. Und wer eine Waffe hat, der benutzt sie auch. Wenn bei ihm die Sicherungen durchbrennen. Das gilt bei persönlichen Beziehungsproblemen ebenso wie bei politischen Wahnideen.

Ja klar, „vor allem Sportschützen und Jäger“…

Wozu sich als Redakteur mit Fakten befassen, wenn man eine gefestigte „Meinung“ hat.

Dabei reichte schon ein schneller Blick auf Wikipedia, wenn man schon zu bequem ist, sich die vom BKA öffentlich zur Verfügung gestellten Zahlenreihen zu Gemüte zu führen:

In den Jahren 1993 – 2014 wurden demnach in Deutschland von der Polizei 80.840 Straftaten gegen das Leben registriert. In 41.289 Fällen blieb es beim Versuch, 39.551 Menschen verloren als Opfer eines Tötungsdeliktes ihr Leben.

Statistisch gesehen ergibt das pro Jahr fast 1.800 oder täglich fünf Opfer von Mord und Totschlag. Die Anzahl von den angeblich 230 „Sportmordwaffenopfern“ aus 25 Jahren wird durch den alltäglichen Mord und Totschlag alle sechs Wochen erreicht, die Opferzahl von „Winnenden“ alle dreieinhalb Tage.

Wenn die Verfügbarkeit von Schusswaffen das Problem wäre, müsste die Zahl der Opfer von Tötungsdelikten bei wenigen Prozent der tatsächlichen Zahl liegen. Es gäbe nicht 1.800 Todesopfer zu beklagen, sondern ein oder zwei Dutzend.

Dass dem nicht so ist, liegt eben daran, dass außerhalb des Paralleluniversums von Martin Winterling hauptsächlich mit Händen, Messern, Beilen und allerlei anderen Haushaltsgegenständen getötet wird, aber höchst selten mit legalen Jagd- oder Sportwaffen.

Der Amoklauf in Winnenden war vor Jahren ein Anlass, dass der Staat aufwachte und den Zugang zu Waffen ein wenig erschwert und vor allem die Kontrollen verschärft hat. Das war gut und richtig.

Nein, der Staat ist nicht „aufgewacht“. Der Gesetzgeber hat sich von hysterischen Medien und hyperventilierenden Politikern zu einer Überreaktion hinreißen lassen und reine Anlassgesetzgebung betrieben. Nur absolute Realitätsverweigerer glauben daran, dass man den vorsätzlichen Bruch geltender Gesetze ausgerechnet durch noch mehr und noch strengere Gesetze verhindern kann.

Deutschland ist von amerikanischen Verhältnissen weit entfernt. Welch ein Glück. Die Todesrate in dem hochgerüsteten Volk ist ungleich höher. Weil dort jeder eine Waffe zur Hand hat, zieht er diese auch schneller.

Leider ist Deutschland auch von den journalistischen Standards der USA so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Davon abgesehen, dass die „Todesrate“ in einem Volk mit 320 Millionen Einwohnern zwangsläufig höher ist, als in Ländern mit einer ein Drittel so großen Bevölkerung. Wenn man schon von den Zuständen im eigenen Land nicht den blassesten Schimmer hat, dann muss man natürlich auch noch die völlige Unkenntnis der sog. „amerikanischen Verhältnisse“ in die Welt posaunen.

Umso hartnäckiger verteidigt hierzulande die Waffenlobby ihre Pfründe. Ihr Argument stimmt sogar: Nicht die Waffen an sich sind das Problem, sondern was deren Besitzer mit ihnen anstellen. Doch dieses Argument gilt eben auch umgekehrt: Weil nicht jeder Mensch zuverlässig und vertrauenswürdig ist, sollten möglichst wenig Leute überhaupt Waffen besitzen.

Wenn von zwei Millionen Waffenbesitzern zehn pro Jahr ihre Waffen missbrauchen, dann liegt die Missbrauchsquote bei 0,0005% jährlich. Bei jährlich 1.800 vollendeten Tötungsdelikten bei 82 Millionen Bürgern liegt die Quote bei 0,0022%.

Herr Winterling sollte sich demnach lieber vor den Nichtwaffenbesitzern fürchten. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen solchen mittels Tatmittel „Haushaltsgegenstand“ unfreiwillig aus dem Leben zu scheiden, liegt um den Faktor vier höher, als von einem bösen Sportschützen mit dessen Schusswaffe gemeuchelt zu werden.

Die Wirklichkeit zu akzeptieren bedeutet aber auch anzuerkennen, dass eben jeder Mensch zum Mörder oder Totschläger werden kann. Egal, ob er in seiner Freizeit mit Schusswaffen oder Briefmarken hantiert, ob er am Fließband oder im Verkauf arbeitet oder eben als hypokritscher Lokalredakteur mit Hang zum Moralaposteltum bei irgend einem Käseblatt.

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Schmock about the Glock

Von Benedikt Krainz | 25.Juli 2016

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Oha, in der „Süddeutschen Zeitung“ ist ein Artikel mit Waffenbezug erschienen, in dem tatsächlich so etwas wie eine sachliche Darstellung der Deliktsrelevanz legal besessener Schusswaffen vorkommt:

Statistisch gesehen wird mit Waffen der Sportschützen Missbrauch nur im Promillebereich verübt.

Natürlich muss diese Ungeheuerlichkeit sofort relativiert werden, so heißt es bereits im nächsten Satz:

Das hilft den Opfern von Winnenden (16 Tote, 2009), Erfurt (17 Tote, 2002) oder Bad Reichenhall (fünf Tote, 1999) freilich nicht: In diesen und anderen Fällen waren die jungen Täter Angehörige von Sportschützen und schossen mit deren Waffen oder waren, wie Robert Steinhäuser in Erfurt, selbst Sportschützen.

Selbst nach einem Massaker wie dem in München, in dem eine nachweislich illegale Schusswaffe als Tatmittel verwendet wurde, agitiert die „Süddeutsche“ in der gewohnten Manier gegen legalen Waffenbesitz und vor allem gegen Sportschützen. Autor Joachim Käppner offenbart dazu noch sein profundes Fachwissen über die als Tatwaffe verwendete Glock 17:

Für normale Bürger ist es fast unmöglich, legal in den Besitz einer Glock 17 oder ähnlicher Waffen zu kommen. Ausnahmen sind, neben Polizeibeamten, Spezialberufe wie Jäger oder Menschen, die zum Selbstschutz eine Pistole tragen dürfen; das sind allerdings nur einige Tausend Personen.

Im Umkehrschluss sind dann wohl hunderttausende Bürger, die ganz legal und im Einklang mit dem geltenden Waffengesetz „solche und ähnliche Waffen“ besitzen, nicht „normal“.

Aber es wird noch besser:

In der Praxis aber gibt es ein großes Einfallstor: Sportschützen dürfen unter geringen Auflagen scharfe Schusswaffen erwerben, nach Schätzungen und Zahlen des Nationalen Waffenregisters sind daher bis zu sechs Millionen dieser Waffen legal in privater Hand.

Aha, das hunderte-Millionen-Euro-Projekt „Nationales Waffenregister“ muss Zahlen schätzen und unter „geringen Auflagen“ kann man in Deutschland eine Glock legal erwerben.

Wenn dem so ist, warum hat es bisher nicht einer diese superinvestigativen Journalisten geschafft, im Selbstversuch die „geringen Auflagen“ zu erfüllen und sich so ein Ding besorgt? An welcher „geringen Auflage“ scheitert das Vorhaben? Fehlt es an der persönlichen Eignung? Der mangelnden Zuverlässigkeit? Kann man das lächerliche Jährchen Mindestzugehörigkeit in einem Schießsportverein nicht abwarten? Scheitert man an der Sachkundeprüfung? Fehlt die Zeit für das vorgeschriebene, regelmäßige Training? Ist die Wohnung zu klein für einen Waffenschrank? Verdient man als Journalist zu schlecht, um sich das alles leisten zu können?

Oder liegt es schlicht daran, dass man lieber populäre Latrinenparolen weiterverbreitet, anstatt sich wenigstens oberflächlich mit der Materie zu befassen? Das würde zumindest erklären, warum es selbst an waffenrechtlichem Basiswissen mangelt und vom „Waffenschein“ fabuliert wird, wo die Waffenbesitzkarte gemeint ist.

Nur Besitzer von richtigen Waffenscheinen sind dazu berechtigt und müssen ihre Legitimation auch online nachweisen. In Deutschland darf niemand, der keinen solchen Waffenschein hat, eine scharfe Schusswaffe besitzen.

So wundert es nicht, dass auch bei der Beschreibung der Tatwaffe keinerlei Fachwissen durchschimmert:

„Sie ist leicht zu handhaben, sie neigt nicht zu Ladehemmungen und wiegt wegen des hohen Kunststoffanteils nicht viel; vor allem aber lassen sich mit einer einzigen Magazinladung 17 Patronen des Kalibers 9 Millimeter verschießen, ohne dass der Schütze nachladen muss. Der Abzug ist ungewöhnlich leicht zu drücken, so dass der Schütze weniger Training benötigt als bei herkömmlichen Pistolen. Kein Wunder, dass Waffenkritiker in den USA der Glock 17 bezeichnende Beinamen gaben: „Todesmaschine“ oder „Terrorpistole“.

Klar, bei allen anderen Pistolen braucht man einen Abschluss als Raketentechniker, um damit zu schießen und der „leichtgängige“ Safe-Action-Abzug sorgt für die ungemeine Beliebtheit der Glock 17 speziell bei den statischen Präzisionsdisziplinen.

Kaum vorstellbar, wie viele Millionen Menschen Hitler, Stalin und Konsorten hätten umbringen lassen können, wenn sie schon im Besitz dieser „Todesmaschinen“ gewesen wären…

Diese fachliche Kompetenz lässt sich eigentlich nur noch von Hollywood toppen:

»Der Punk hat eine Glock 7 gezogen! ’Ne Ahnung, was das ist? Eine Pistole aus Porzellan, hergestellt in Deutschland – taucht nicht auf Metall-Detektoren auf und kostet mehr, als Sie im Monat verdienen!«

Beim Gucken von „Die Hard 2“ ist es einem wenigstens bewusst, dass man die frei erfundene Handlung einer ausschließlich auf Unterhaltung angelegten Filmproduktion konsumiert. Beim Lesen eines Artikels einer seriösen Tageszeitung sollte man dagegen weniger frei erfundene Passagen erwarten dürfen.

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Hart, aber Propaganda

Von Benedikt Krainz | 25.Juli 2016

In der Sondersendung von „Hart, aber fair“ vom 24. Juli zum Amoklauf von München reden die Gäste sehr sachlich über das Geschehene. Man versucht, die Persönlichkeit des Täters zu begreifen, es geht um Videospiele, Mobbing und die Beschaffung einer illegalen Schusswaffe über das Darknet.

Das der Täter auch in Winnenden zu Besuch war, nimmt man zum Anlass, über eine Liveschaltung Frau Nalepa, die Mutter eines der Opfer von Winnenden, in die Sendung zu holen. Nach dem Redeschwall dieser sichtlich traumatisierten Frau kommt dann der Herr Plasberg endlich zum Punkt (und vermutlich der Grund der Schaltung) und fordert Frau Nalepa auf, ihre Forderung an die Politik zu richten. Dem kommt sie nach und fordert, wie schon bei ihren erfolglosen Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, privaten Waffenbesitz zu verbieten. Zuerst natürlich die legalen, damit dann die Polizei mehr Zeit hätte, sich um die illegalen Waffen zu kümmern.

Flankiert wird das Ganze dann durch die einschlägig bekannte „Expertise“ des Herrn Professor Pfeiffer. Demnach ist es dem verschärften Waffenrecht zu verdanken, dass die jährliche Zahl von Schusswaffenopfern von 632 Toten Mitte der neunziger Jahre auf 129 im Jahr 2015 gesunken sei. Das suggeriert, dass Waffengesetze Wirkung zeigen und ein restriktives Waffenrecht Tötungsdelikte mit Schusswaffen dezimiert.

Leider habe ich kurzfristig keine Zahlenreihe gefunden, die diese Behauptung belegt. Nur soviel: Sogar der für seine kreative Statistikführung bekannte Antiwaffenlobbyist Roman Grafe kommt trotz einfallsreicher Zählweise auf gerade mal 234 Schusswaffenopfer, die er irgendwie Sportschützen in die Schuhe schiebt. Allerdings über einen Zeitraum von 25 Jahren. Und hier stellt sich dann die Frage: Wenn selbst Grafe im Jahresmittel auf weniger als zehn angebliche Sportmordwaffenopfer kommt, wer hat dann die hunderte anderen Schusswaffenopfer verursacht, die es dann ja gegeben haben muss?

Frank Plasberg und sein „Faktencheck“ werden sicher keine Antwort liefern, das ist und war ja auch nicht die Mission.

Einmal mehr fühlt man sich als sachkundiger Zuschauer vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen für dumm verkauft, zu offensichtlich war die Manipulation der unbedarften Zuseher. So einfach geht das, aus einer Sondersendung zu einem aktuellen Ereignis ohne jeglichen Bezug zu legal besessenen Schusswaffen doch wieder irgendwie gegen registrierte Waffen in Händen von Sportschützen agitieren zu können, Politiker unter Druck zu setzen und zu hoffen, dass am Ende doch vielleicht ein Verbot heraus springt.

Übrigens hat der Herr Plasberg nicht zum ersten Mal seine Anti-Waffen-Haltung deutlich gemacht:

In der Sendung vom 1. Februar 2016 (ab Minute 48:00) wäscht er einem Zuschauer, der tatsächlich gewagt hat, ein liberaleres Waffengesetz zu fordern, ordentlich den Kopf…

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rbb „Klartext“: Latrinenparolen als Methode

Von Benedikt Krainz | 14.April 2016

Geballte Latrinenparolen, heiße Luft mit null Informationsgehalt – oder wie man es beim rbb nennen würde, „Klartext“: Unter der Überschrift „Angstmachen als Methode“ agitiert der rbb in der „Klartext“-Sendung von 13.04.2016 einmal mehr gegen die „Alternative für Deutschland“ bzw. deren stellvertretende Vorsitzende, Beatrix von Storch.

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Die schlimme Frau von Storch, aber auch.

Aber, sie befürwortet auch etwas: zum Beispiel mehr Waffen.

O-Ton Beatrix von Storch, Parteivorsitzende AfD Berlin

„Ein freier Staat zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen Bürgern den legalen Waffenbesitz erlaubt. Je totalitärer Staaten sind, desto mehr schränken Sie den legalen Waffenbesitz ein.“

Ja, wie dumm ist das denn! Weiß doch jeder, dass das totaler Quatsch ist, was die Frau von Storch da labert. Deshalb hat die rbb-Redakteurin Iris Marx auch sauber recherchiert und ein paar Beispiele totalitärer Staaten genannt, in denen das nicht so ist.

So ähnlich, jedenfalls. Also doch nicht. Ist ja auch nicht so wichtig. Frau Marx weiß statt dessen:

Autorin

„Es geht ja hier auch darum, dass man Fälle sieht, dass sich Schüler die Waffe aus dem Elternhaus besorgen und in der Schule amoklaufen. Vor dem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, warum das noch ausgeweitet werden soll.“

Ja, das ist doch einmal Klartext! Fakten, statt diese Phrasendrescherei der Frau von Storch. Es gibt so viele Fälle von Schülern, die Waffen aus dem Elternhaus besorgt und in der Schule Amok gelaufen sind, dass man gar nicht erst die Mühe machen muss, einige aufzuzählen. Dabei gäbe es so viele nennenswerte Amokläufe, die nach genau diesem Schema abgelaufen sind: Winnenden zum Beispiel, Winnenden, Winnenden, Winnenden oder Winnenden. Und Winnenden, natürlich. Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen. Und das waren jetzt erst die Fälle seit 2009.

Eins zu null für die Autorin Iris Marx, die nachsetzt:

„O-Ton Beatrix von Storch, Parteivorsitzende AfD Berlin

„Die Zahl der Straftaten, die mit legalen Waffen, mit legalen Waffen begangen werden, ist zu vernachlässigen.“

Unglaublich! Wie ignorant ist das denn? Glaubt die olle von Storch etwa, was die von der Waffenlobby gesteuerten BKA-Fritzen in ihren zusammenfantasierten Pamphleten aus der Reihe „Bundeslagebild Waffenkriminalität“ verbreiten? Solche Hirngespinste kann doch wirklich nur so eine AfD-Tusse glauben, ha-ha! Solches krude Zeug wie:

Straftaten, bei denen Schusswaffen verwendet wurden, machen lediglich rund 0,2% aller in der PKS erfassten Fälle aus. Das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotenzial ist daher insgesamt als gering zu bewerten, wenngleich für einzelne Betroffene durch den illegalen Einsatz von Schusswaffen eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben verbunden sein kann.

Zum Glück hat der rbb diese Angstmacherei der Beatrix und ihre offensichtlich höchst dubiosen Quellen entlarvt – zwei null für die taffe Iris! Die holt derweil zum nächsten Konter aus:

Zu vernachlässigen? Bei den Amokläufen in den vergangenen Jahren sind über 30 Menschen durch legale Waffen getötet worden.

Über 30 Tote bei Amokläufen durch legale Waffen in den „vergangenen Jahren“! Also genau genommen, seit 2002, also seit 15 Jahren. Und wenn man es mit der Definition von „legalen Waffen“ nicht so genau nimmt. Und wenn es einen nicht interessiert, dass in diesen „vergangenen Jahren“, wenn man 2002 beginnt, es ca. 20.000 vollendete Tötungsdelikte gab und der Anteil von legalen Schusswaffe als Tatmittel im Promillebereich liegt.

Und da bezeichnet die Beatrix von Storch die deliktische Relevanz von legalen Schusswaffen, die sich im hohen homöopathischen Bereich abspielt, doch tatsächlich als „zu vernachlässigen“! Skandalös! Aber nicht mit Iris Marx – drei null!

Bei so viel geballter Kompetenz der rbb-Redakteurin darf natürlich auch der präzise Blick in die USA nicht fehlen:

In den USA, wo die Waffengesetze sehr liberal sind, sind 2015 durch Waffen mehr junge Menschen unter 26 getötet worden als durch Autounfälle.

Treffer, versenkt. Vier null für Iris, die die Beatrix da jetzt mal so richtig vorgeführt hat.

Welche Relevanz für ein innenpolitisches Thema in Deutschland die Bandenkriminalität mit ihren hohen Opferzahlen in den USA besitzt, hat die Frau Marx den Zuschauern leider nicht erklärt. Auch nicht, warum sie nicht z. B. die Schweizer Schusswaffenopfer unter 26 heran gezogen und mit Verkehrstoten verglichen hat. Und was das überhaupt mit den paranoiden Waffengesetzen in Deutschland und der Aussage von Frau von Storch zu tun hat.

Der ehemalige Bundespräsident und SPD-Politiker Gustav Heinemann wird übrigens wie folgt zitiert:

„Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.“

Nach rbb-Klartext-Lesart eindeutig „AfD“…

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Themen: Bürgerkriminalisierung, Falschbehauptungen, Lug und Trug, Medien, Volksverdummung | 1 Kommentar »

EU plant drastischen Rückgang bei Verkehrstoten

Von Benedikt Krainz | 1.April 2016

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Brüssel. Nachdem in der Eurozone die Anzahl der Verkehrstoten wieder angestiegen ist, hat die EU-Kommission unter Federführung von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen Aktionsplan für mehr Verkehrssicherheit beschlossen.

Kernpunkt des Aktionsplanes ist die Verminderung von groben Regelverstößen gegen die Straßenverkehrsordnung durch Maßnahmen, die bereits im Vorfeld zur Vermeidung solcher Regelvestöße beitragen.

Juncker: „Bisher haben wir enorme Resourcen dafür verschwendet, Straßenverkehrsrowdies zu verfolgen, zu stellen, ihre Vergehen zur Anzeige zu bringen und zu ahnden. Ein viel zu aufwändiges Procedere, wo es doch auch wesentlich einfacher geht.“

Die Vereinfachung liegt darin, dass zukünftig z. B. bei Rotlichtverstößen nicht länger der Fahrer des die Ampel missachtenden Automobils direkt für das Vergehen haftbar gemacht wird. Insbesondere im Zusammenhang mit gestohlenen Fahrzeugen bzw. mit gefälschten Nummernschildern war dies ohnehin ein äußerst mühsames und langwieriges, wenn nicht gar unmögliches Unterfangen. Statt dessen kontrolliert die Polizei nun verstärkt die Fahrer, die ordnungsgemäß bei „rot“ anhalten.

Juncker: „Es ist doch verdächtig, wenn sich jemand so penibel an die Verkehrsregeln hält und alles tut, um ja nicht negativ aufzufallen. Das kann kein Zufall sein, da steckt mehr dahinter. Aus Sicherheitsgründen sollte deshalb solch suspekten Fahrern der Führerschein entzogen und ihre Autos zwangsverschrottet werden. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Das Motto muss daher lauten, so wenig Autos wie möglich unters Volk. Sicher ist nunmal sicher. Wer keinen Führerschein mehr besitzt und kein Auto mehr hat, kann auch nicht mehr bei rot über die Kreuzung rasen.“

Die Abstimmung über den Vorschlag der Kommission im Europaparlament ist für Freitag, 1. April 2016 um 14.14 Uhr anberaumt. Experten gehen davon aus, dass bei einer Umsetzung in nationales Recht alleine in Deutschland täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge mitsamt ihren Fahrern aus dem Verkehr gezogen werden und somit potenzielle Unfallopfer auf Grund fahrlässiger Fahrweise vermieden werden könnten. Bereits 2022 könnten die Anzahl der Verkehrstoten europaweit so erstmals wieder unter denen von 1910 liegen.

Junckers abschließend: „Die Idee dazu kam mir spontan, als wir unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung eine weitreichende Verschärfung der Waffengesetze durchsetzen wollten. Da dachte ich für mich, wenn wir unschuldigen Bürgern die registrierten Waffen abnehmen können um damit angeblich Terroranschläge von Verbrechern mit Kriegswaffen vom Schwarzmarkt zu verhindern, warum nicht auch die Autos?“

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Themen: Allgemein, Satire | 1 Kommentar »

Alle Jahre wieder: Zeit für Hetze

Von Benedikt Krainz | 5.März 2016

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Die Gastbeiträge in der „Zeit“ von Herrn Grafe im Umfeld der „Winnenden“-Jahrestage sind immer wieder erheiternd.

Auch in diesem Jahr darf er wieder in gewohnter Form „Zeit“-LeserInnen und Leser nach Herzenslust verängstigen und den Eindruck erwecken, dass zwischen den aktuellen und zukünftig paradiesischen Zuständen in Deutschland nur die vollständige Entwaffnung seiner Lieblingsfeinde, der gemeinen Sportschützen, liegt.

Wie immer, liefert er ausschließlich seine eigenen Zahlen als „Beweis“ und vermeidet jeden Bezug zu offiziellen, jedermann zugänglichen Statistiken.

Mehr als sechzig Menschen sind seit März 2009 mit Waffen von Sportschützen getötet worden.

Laut BKA-Statistik fordern Tötungsdelikte hierzulande Jahr für Jahr ca. 1.600 Todesopfer. In den sechs Jahren seit „Winnenden“, wo der Täter übrigens Tischtennisspieler, aber keine Sportschütze war, also ca. 9600.
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Selbst wenn die sehr kreative zusammengebastelte Opferstatistik von Herrn Grafe stimmen würde, wären das 6,25 Promille, die man den bösen Sportschützen in die Schuhe schieben könnte.

99,375 Prozent der Opfer interessieren aber Herrn Grafe nicht, weil der Täter kein Sportschütze bzw. das Tatmittel keine Sportwaffe war. „Normale“ Opfer von Mord & Totschlag lassen sich scheinbar nicht so gut vermarkten…

Schusswaffen als Tatmittel und Sportschützen als Täter sind deliktisch nahezu irrelevant, auch wenn Herr Grafe die genau so seltenen und spektakulären School-Shootings „Winnenden“ und „Erfurt“ Jahr für Jahr aufwärmt und für seinen scheinbar nicht ganz uneigennützigen Kreuzzug gegen Sportschützen instrumentalisiert.

Allerdings hätte ich nach der Dresdner Rede von Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo nicht erwartet, dass keine Woche später in der „Zeit“ ein derart hetzerischer und diffamierender Artikel erscheint.

Bevor Giovanni di Lorenzo mit seiner Branche hart ins Gericht geht, stimmt er erst mal ein Loblied an: „Die deutschen Medien gehören zu den besten, unabhängigsten Medien der Welt.“ Dann das Aber: „Leider gab es gerade in jüngster Vergangenheit Vorfälle, die Verschwörungstheorien schüren.“ Zum Beispiel die Ereignisse der Silvesternacht in Köln, über die tagelang nicht berichtet wurde. „Auch ich kann mich in der Frage, warum die Meldungen über diese Vorfälle so spät kamen, des Eindrucks nicht erwehren, dass bei einigen nicht sein durfte, was nicht sein sollte.“ Unbegreifliche Versäumnisse einerseits, andererseits aber: „Sobald das Thema erst einmal bekannt war, gab es eine hervorragende und ausgewogene Berichterstattung.“

Leider ist eine „ausgewogene Berichterstattung“ in Bezug auf Waffenbesitz weder in der „Zeit“, noch in den meisten anderen Massenmedien zu finden.

Auf Zeit-Online findet man übrigens auch Artikel von Roman Grafe über die DDR-Diktatur. An einer Stelle zitiert er sich selbst:

Das sei ja genau das Problem, sage ich: dass man sich in einer Diktatur wohlfühle und das Leid der Opfer verdränge. „Diktaturen muss man nicht schlechtmachen – sie sind schlecht (…)“

Außer, die Waffengesetze in Diktaturen. Die sind ganz toll. Da kann man sich die Diktatur „DDR“ zum Vorbild nehmen und vom staatlichen Schusswaffenmonopol wie im untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaat träumen und dafür agitieren.

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Themen: Bürgerkriminalisierung, Medien, Waffenrecht, Weltverbesserer | 5 Kommentare »

Gedanken zu Köln

Von Benedikt Krainz | 6.Januar 2016

Die Ereignisse zum Jahreswechsel in Köln und anderen Großstädten haben deutlich aufgezeigt, dass der Staat das von ihm reklamierte Gewaltmonopol nicht mehr durchsetzen will oder kann.

Es ist klar, dass nicht hinter jedem Bürger ein Polizist stehen und nicht jeder Akt von Gewaltkriminalität verhindert werden kann.

Ein Bürger dieses Staates, immerhin eine der am höchsten entwickelten Industrienationen mit einer extrem toleranten und friedfertigen Zivilgesellschaft, sollte aber einen Großstadtbahnhof oder andere öffentliche Räume ohne Angst um sein Leben, seine Gesundheit bzw. sein Eigentum aufsuchen können.

Wenn sich der Staat dazu außer Stande fühlt, dann muss die Konsequenz lauten, dass sich der Bürger wenigstens selbst schützen darf. Mit effizienten Selbstverteidigungsmitteln, notfalls mit der Schusswaffe.

Seit über vier Jahrzehnten murksen Politiker am bundesdeutschen Waffenrecht herum. Seit vier Jahrzehnten erlassen und verschärfen sie Gesetze, die genau null Auswirkungen auf Kriminelle haben, die aber nach und nach die Rechtstreuen vollkommen wehr- und schutzlos dastehen lassen. Oder sie durch genau so willkürliche wie sinnlose Verbote bestimmter Gegenstände (Stichwort Einhandmesser) sogar noch kriminalisieren, wenn man in Unkenntnis der jeweils aktuellsten Waffenrechtsfassung so ein Teil, das einst völlig legal gekauft und geführt werden konnte, dabei hat und damit erwischt wird.

Vor einigen Wochen rauschten Meldungen durch den Blätterwald, in denen sich diverse Lokalredakteure, Behördenvertreter bzw. Polizeifunktionäre „besorgt“ zeigten, dass so viele Bürger plötzlich Waffenläden stürmen und alles kaufen, was an Selbstverteidigungsmitteln legal zu erwerben ist. Das wurde als Art paranoide Wahnvorstellung abgetan. Deutschland sei sicher, Eigenvorsorge zur Selbstverteidigung eher kontraproduktiv und die Polizei sorge schließlich für Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

Köln hat sie nun plötzlich aus ihren süßen Träumen gerissen, die Schilderungen von Dutzenden betroffener Frauen, die schutz- und wehrlos ihren Peinigern ausgeliefert waren, lassen sich nicht einfach unter den Teppich kehren. Auch wenn das Relativieren längst begonnen hat.

Einmal mehr hat die Realität den staatsgläubigen Multikultitoleranzfundamentalisten eingeholt. Ein paar Tage hat es gedauert, bis man, zumindest in den öffentlich-rechtlichen Medien und der Bundespolitik, auf dieses Thema überhaupt eingegangen ist. Vielleicht hat man am Anfang noch gehofft, dass man es Pegida in die Schuhe schieben kann oder es keine mutmaßlichen Nordafrikaner, sondern vielleicht doch nur Tausend schwarz angemalte AfD-Anhänger waren, die da auf Frauenjagd gingen.

Jetzt, nachdem das ganze Ausmaß deutlich wird, kommen die üblichen Heißluftgebläse zum Einsatz und drohen, wieder einmal, die ganze Härte des Gesetzes an. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man überhaupt einen der Verbrecher schnappen kann.

Politiker, die dafür verantwortlich sind, dass die Polizei kaum noch einsatzfähig ist, schieben den Beamten vor Ort den schwarzen Peter zu, um von ihrem eigenen, jämmerlichen Versagen abzuhalten.

Es ist noch gar nicht lange her, da feierten sich Niedersachsens SPD und Grüne dafür:

Ab sofort wird’s teuer, wenn Menschen vor der Disco oder vor Lokalen wegen ihrer ethnischen Herkunft oder Religion abgewiesen werden: Den Betreibern drohen hohe Bußgelder bis hin zu 10 000 Euro oder Wiederholungstätern am Ende sogar der Entzug der Gewerbe-Genehmigung. „Wir setzen ein Signal gegen Diskriminierung“, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, Sande) in der abschließenden Debatte im Landtag zur Änderung des Gaststätten-Gesetzes.
(…)
SPD und Grüne begrüßten nachdrücklich die Bußgeld-Androhung. Belit Onay (Grüne), der selbst als „Ausländer“ nicht in ein Lokal durfte, hofft, dass die „rassistische Diskriminierung“ endlich beendet wird.

Währenddessen, in Bielefeld:

Auf dem Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel in Bielefeld ist es in der Silversternacht ebenfalls zu Übergriffen gekommen.

Dort hielten sich zeitweise bis zu 150 Marokkaner und Algerier in kleineren Gruppen auf.

(…)

Disco- und Kneipenbesitzer hatten die Polizei zur Hilfe gerufen, um ihr Hausrecht durchzusetzen. Die Gastronomen verwehrten den aggressiven Migranten den Zutritt zu ihren Lokalitäten, was diese nicht hätten akzeptieren wollen.

Frauen, die von Antanzdieben bedrängt worden seien, hätten von einer unangenehmen körperlichen Nähe der Täter berichtet, die teilweise versucht hätten, die Frauen zu küssen.

In NRW hilft die Polizei, dass Gastronomen ihr Hausrecht durchsetzen und ihre Gäste vor Kriminellen geschützt werden, in Niedersachsen kommt zukünftig die Polizei, um den Laden zu schließen, wenn der Besitzer diese Subjekte nicht freiwillig hereinlässt!

Genau diese weltfremde Politik von roten und grünen Realitätsverweigerern, die leider auch die CDU-Spitze und allen voran die Bundeskanzlerin ergriffen hat, ist verantwortlich für die Zustände, wie wir sie jetzt haben.

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Themen: Allgemein, Lug und Trug, Medien, Nützliche Idioten, Parteien, Waffenrecht, Weltverbesserer | 3 Kommentare »

Grüne: Bei Bürgerrechten konsequent inkonsequent

Von Benedikt Krainz | 4.Januar 2016

Neues Jahr, sonst alles beim Alten:
Die „Grünen“ sind mal wieder entsetzt darüber, dass die Behörden viel zu selten Waffenbesitzer kontrollieren.

Auf die Idee, dass die Behörden nicht zuletzt deshalb so selten kontrollieren, weil der Missbrauch legal besessener Schusswaffen ohnehin nur in homöopathischen Dosen feststellbar ist, ihre Besitzer als weit überdurchschnittlich rechtstreu gelten? Oder man in der derzeitigen Flüchtlingskrise einfach weitaus wichtigere Aufgaben zu erfüllen hat, als Jäger oder Sportschützen mit unangekündigten Hausbesuchen zu belästigen um dann festzustellen, dass die während der normalen Behördenzeiten auch alle auf Arbeit sind?

Das ficht die grünen Ideologen nicht an:

Waffenkontrollen existieren in einigen Landkreisen Sachsens nur noch auf dem Papier, tönt es von einem Valentin Lippmann, seines Zeichens innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.

„In Sachsen liegt ein massives Kontrolldefizit bei Waffen vor, das sich zunehmend verschärft. Während im Freistaat in den letzten Jahren sowohl die Zahl der Schusswaffen und Waffenbesitzer, als auch die Zahl der waffenrechtlichen Erlaubnisse merklich gestiegen sind, verharrt die Personalausstattung der kommunalen Waffenbehörden auf eklatant niedrigen Niveau.

Ein Vertreter einer echten Bürgerrechtspartei würde das vielleicht zum Anlass nehmen, diese Kontrollen als Ganzes zu hinterfragen und diesen Eingriff in eigentlich vom Grundgesetz geschützte Rechte schnellstens wieder abzuschaffen.

Aber nicht so die Grünen, die eher als Bürgerentrechtungspartei agieren. Bürgerrechte bedeuten für sie wohl primär, anonym im Internet Pornos gucken und illegales Filesharing betreiben zu können. Und natürlich das Recht auf mehrere kostenlose Universitätsausbildungen ohne Abschluss, reichlich Bafög und zusätzliche Toiletten für Parteimitoderohneglieder, die sich nicht entscheiden können, ob sie denn nun Männlein oder Weiblein sein wollen.

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Übrigens, „Grüne“ sind ansonsten natürlich grundsätzlich strikt gegen jedwede Art „anlassloser Kontrollen“. Zumindest, wenn diese das eigene ideologische Umfeld betreffen:

Hier z. B. die Bremer Grünen über anlasslose Personenkontrollen:

Die Meinung am Freitag, 17.1.2014, von Wilko Zicht

Ich meine, dass die berechtigte Kritik an den Hamburger Gefahrengebieten auch in Bremen dazu führen sollte, ähnliche polizeiliche Befugnisse auf den Prüfstand zu stellen. Anlasslose Personenkontrollen führen fast unweigerlich zu diskriminierendem Polizeiverhalten und gehören daher abgeschafft.

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Oder wenn sich Niedersachsens Grüne über anlasslose Moscheekontrollen echauffieren:

Die Grünen in Niedersachsen haben erneut die verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheen in Niedersachsen kritisiert. Darüber berichten SABAH, ZAMAN und HÜRRIYET. Der innenpolitische Sprecher Ralf Briese warf dem niedersächsichen Innenminister vor, ein Problem mit Religion zu haben. Anders könne man sich seine Angriffe auf Gebetsstätten und Geistliche nicht erklären. Statt Verantwortung und ethischem Handeln werde ein politischer Kreuzzug geführt. SPD, Grüne und Linke bezeichneten die Maßnahmen als verfassungswidrig und forderten ihre Einstellung.

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In Hamburg kritisieren die dortigen Grünen ebenfalls anlasslose Polizeikontrollen:

Antje Möller, innenpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion:

„5.760 Menschen wurde ohne besonderen Grund überprüft. Der Einsatz diente laut Senat der Optimierung der Zusammenarbeit, und der fand offensichtlich als Jubiläumsaktion zum wenige Tage vorher verkündeten zweiten Jahrestag der Sicherheitspartnerschaft statt. Mich ärgert das, denn solche Aktionen kosten sehr viele Einsatzstunden der Polizei, die an anderer Stelle viel besser und effektiver eingesetzt werden könnten. Die Polizei verschwendet ihre Ressourcen, Aufwand und Ergebnis der Aktion stehen in einem krassen Missverhältnis.

Skandal aber auch, hätte man die Beamten doch besser in die Spur geschickt, um die registrierten Waffenbesitzer in Hamburg zu kontrollieren…

Ja, der Staat hat nicht ohne konkreten Anlass willkürlich Menschen oder Gebetsräume verdachtsunabhängig zu kontrollieren! Vollkommen richtig, liebe „Grüne“.

Grundrechte gelten aber nicht nur für und in norddeutschen Rotlicht- oder Islamistenmilieus, sondern auch für die ganz normalen Bio-Deutsche Steuerzahler, die euch so üppig alimentieren.


Meine Kommentare auf SZ-Online (Abonnenten) und Jenapolis

Laut Bundeskriminalamt (Bundeslagebild Waffenkriminalität) wurden 2014 bundesweit weniger als zwei Dutzend (von 5,7 Millionen) legal besessener Schusswaffen für kriminelle Zwecke missbraucht. Der sächsische Anteil davon dürfte sich dann in einem sehr niedrigen, einstelligen Bereich nahe Null bewegen.

Wenn die deliktische Relevanz legaler, registrierter Schusswaffen ohnehin nahe Null ist, welchen Zugewinn für die „innere Sicherheit“ verspricht man sich denn da noch seitens der Grünen?

Sollte man knappe personelle Ressourcen und Steuergelder nicht eher dort einsetzen, wo ein tatsächliches Problem mit echten Kriminellen besteht, anstatt rechtstreue, unbescholtene Waffenbesitzer zu drangsalieren, nur weil das grüne Wohlfühlideologie ist?

Meine Anfrage über abgeordnetenwatch.de

Entsprechende Fragen habe ich über Abgeordentenwatch.de dem Herrn Lippmann übermittelt:

Sehr geehrter Herr Lippmann,

in der heutigen (04.01.2016) Ausgabe der Sächsischen Zeitung werden Sie wie folgt zitiert:

„Laut Lippmann ergibt sich daraus, dass in den letzten Jahren nicht nur die Zahl der Schusswaffen und Waffenbesitzer gestiegen ist, sondern auch die der waffenrechtlichen Erlaubnisse. Trotzdem würde die Personalausstattung der kommunalen Waffenbehörden weiter auf einem eklatant niedrigem Niveau verharren. „Sachsen hat hier ein massives Kontrolldefizit, welches sich zunehmend verschärft.“

Quelle: http://bit.ly/1Ouz2e0
(Online-Ausgabe leider nur für Abonnenten komplett einsehbar)

Das Bundeskriminalamt stuft im „Bundeslagebild Waffenkriminalität 2014“ das Gefährdungspotenzial durch Schusswaffen als gering ein:

„Das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotenzial ist daher insgesamt als gering zu bewerten, wenngleich für einzelne Betroffene durch den illegalen Einsatz von Schusswaffen eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben verbunden sein kann“

Zur Deliktsrelevanz legaler Waffen ist zu lesen:

„Im Berichtsjahr 2014 wurden 443 Waffen an Tatorten im Zusammenhang mit Straftaten nach dem StGB sichergestellt.In 75,7% der Fälle handelte es sich um erlaubnisfreie Gas-, Alarm- und Luftdruckwaffen. Der Anteil der erlaubnispflichtigen Schusswaffen betrug 24,3%. Von den sichergestellten Waffen befanden sich 4,9% in legalem Besitz.“

Quelle:
http://bit.ly/1R6SwHT

Das heißt, bundesweit wurden 2014 nicht einmal zwei Dutzend von ca. 5,7 Mio legal besessenen Schusswaffen für kriminelle Zwecke missbraucht.

Meine Fragen:
1. Welchen Zugewinn für die „innere Sicherheit“ soll eine Ausweitung verdachtsunabhängiger Kontrollen bringen, wenn schon heute die deliktische Relevanz dieser Waffen nahe Null ist?
2. Welche Verbrechen in Sachsen hätten der Vergangenheit durch eine erhöhte Kontrolldichte verhindert werden können?

Für eine zeitnahe Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich im Voraus.

Falls Herr Lippmann antwortet, folgt ein Update des Artikels.

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Themen: Bürgerkriminalisierung, Parteien | 6 Kommentare »

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